ATU Börsengang verschoben

Die ATU Autoteile Unger AG verschiebt ihren Börsengang. Das Unternehmen begründete dies am Mittwoch mit den "schwierigen Marktbedingungen für Neuemissionen und der unsicheren Stimmung an den Börsen".

Weiden - Die an der Transaktion beteiligten Parteien seien sich einig, dass derzeit die für einen erfolgreichen Börsengang erforderliche Bewertung nicht dem tatsächlichen Wert des Unternehmens entspreche, sagte ATU-Vorstandsvorsitzender Werner Aichinger.

ATU und sein Mehrheitsaktionär, die britische Beteiligungsgesellschaft Doughty Hanson, halten den Angaben zufolge jedoch weiterhin an einem Börsengang für das Unternehmen fest. Ursprünglich war der Start des Bookbuildings für den 28. Mai geplant. Das Unternehmen wollte ursprünglich am Donnerstag in einer Pressekonferenz Details zum Börsengang bekannt geben.

ATU war 1985 in Weiden als Familienunternehmen gegründet worden und hat sich seitdem zur größten herstellerunabhängigen Werkstattkette in Deutschland entwickelt. Das Unternehmen betreibt 461 Werkstätten und hat mehr als 12.000 Mitarbeiter. Zu dem geplanten Volumen des Börsengangs hat ATU bislang keine Angaben gemacht. Experten gehen davon aus, dass es sich um mindestens eine Milliarde Euro handelt.

ATU ist nach den Unternehmen X-Fab und Siltronic bereits der dritte Kandidat binnen drei Monaten, der einen Börsengang angekündigt, dann aber wieder zurückgezogen hat.

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