Buderus Bosch verdrängt Kleinaktionäre

Der Heizgerätebauer Buderus soll bis Juli dieses Jahres vollständig in Händen des Automobilzulieferers Bosch sein. Die Hauptversammlung hat dem Squeeze-Out der verbliebenen Minderheitsaktionäre zugestimmt. Die Buderus soll bis Juli vom Kurszettel verschwinden.

Wetzlar - Die Robert Bosch GmbH hält derzeit 97,16 Prozent an Buderus. Die Minderheitsaktionäre, die die übrigen 2,84 Prozent halten, sollen eine Barabfindung von 34 Euro erhalten. Wirksam werde der Squeeze-Out mit Eintragung ins Handelsregister, hieß es. Bis Juli soll das Verfahren abgeschlossen sein.

Hintergrund ist die geplante Zusammenführung der Buderus Heiztechnik mit der entsprechenden Sparte von Bosch zur neuen BBT Thermotechnik GmbH. Auch dieses Vorhaben wurde von der Hauptversammlung mehrheitlich gebilligt.

Der Squeeze-out werde mit Eintragung im Handelsregister wirksam, teilte Buderus weiter mit. Auf pro-forma-Basis macht das neue Unternehmen einen Umsatz von zwei Milliarden Euro.

Im Sommer wird die Aktie dann voraussichtlich von der Börse genommen. Wenn es keine Anfechtungsklagen gebe, könnte das Unternehmen im Juli ausscheiden, sagte Buderus-Vorstand Joachim Berner.

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