Deutsche Post "Rundum zufrieden", doch die Aktie fällt

Die Deutsche Post hat ihre Ergebnisziele für 2004 und 2005 bekräftigt. Der Konzern sei auf gutem Weg, "weltweit die Nummer eins in der Logistik zu werden", sagte Vorstandschef Zumwinkel auf der Hauptversammlung.

Köln - Vorstandschef Klaus Zumwinkel sagte am Donnerstag auf der Hauptversammlung des Konzerns in Köln, die Post wolle das operative Ergebnis (Ebitda) um 5 bis 10 Prozent steigern und bis 2005 die Zielgröße von mindestens 3,6 Milliarden Euro erreichen. Die Aktie der Post  verlor bis Mittag gleichwohl knapp zwei Prozent auf 18,56 Euro.

Insbesondere für die Unternehmensbereiche Express und Finanzdienstleistungen erwarte der Konzern 2004 eine gute Geschäftsentwicklung, sagte Zumwinkel. Auch im Bereich Logistik werde ein erhebliches Wachstum erwartet, während für den Bereich Brief mit einem unveränderten operativen Ergebnis gegenüber 2003 gerechnet werde. Zusätzlich zu einem soliden Wachstum in Europa werde der Konzern in Asien von dem anhaltenden Wirtschaftswachstum profitieren und weiter stark wachsen.

"Wir sind mit 2003 rundum zufrieden und haben uns auch für dieses Jahr wieder ehrgeizige Ziele gesetzt", sagte Zumwinkel. Die Post sei auf einem guten Weg, das Konzernziel zu erreichen, "weltweit die Nummer eins in der Logistik zu werden". Auf dem hart umkämpften US-amerikanischen Markt sei der Konzern mit dem Erwerb des US-Expressdienstes Airborne und ihrer Express- und Logistiksparte DHL inzwischen die Nummer Drei auf dem US-amerikanischen Markt, sagte Zumwinkel.

Dividende soll auf 44 Euro-Cents steigen

Aufgrund der guten Ergebnisse schlugen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, mit 0,44 Euro pro Aktie eine um zehn Prozent höhere Dividende als im Vorjahr zu zahlen. Im vergangenen Jahr steigerte die Post nach eigenen Angaben ihren operativen Gewinn um 0,2 Prozent auf 2,98 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn verdoppelte sich auf 1,31 Milliarden Euro. Der Umsatz stieg erstmals in der Unternehmensgeschichte auf über 40 Milliarden Euro.

Als wichtiges Ziel für dieses Jahr bezeichnete der Vorstandsvorsitzende die Neupositionierung der Postbank mit dem geplanten Börsengang des Tochterunternehmens. Nach Angaben von Zumwinkel und Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann will die Post voraussichtlich am 21. Juni 50 Prozent des gesamten Aktienkapitals der Postbank an der Börse platzieren.

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