Sony Ericsson Es geht doch

Sony Ericsson schlägt alle Erwartungen. Marktanteil und Absatz im ersten Quartal ziehen deutlich an. Das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen wächst offenbar auch schneller als der Markt. Die Aktie legt kräftig zu.

Stockholm - Der weltweit fünftgrößte Handyhersteller Sony Ericsson  hat im ersten Quartal die Gewinnerwartungen von Analysten um mehr das Doppelte übertroffen. Wie der japanisch-schwedische Konzern am Montag mitteilte, lag der Vorsteuergewinn bei 97 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten mit lediglich 44 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 113 Millionen Euro ausgewiesen.

Auch beim Umsatz konnte Sony Ericsson mit 1,34 Milliarden Euro die Analystenerwartungen übertreffen, die bei 1,23 Milliarden Euro gelegen hatten. Als Grund für das Ergebnis nannte das Unternehmen einen wachsenden Markt und Kostensenkungen. Im ersten Quartal habe das Unternehmen seinen Marktanteil erhöhen können. Die Aktie von Ericsson zog im Frankfurter Xetra-Handel rund 2,40 Prozent auf 2,54 Euro an.

Prognose für weltweiten Handymarkt angehoben

Der weltweite Handymarkt wird nach Ansicht des Handyherstellers in diesem Jahr stärker wachsen als bisher angenommen. Den globalen Absatz 2004 schätzt Sony Ericsson nun auf 550 Millionen Mobiltelefone. Zuvor hatte das Unternehmen mit einem Absatz der Branche von 520 Millionen Geräten gerechnet.

Den eigenen Marktanteil habe Sony Ericsson im ersten Quartal gesteigert, teilte der Hersteller weiter in Stockholm mit. Mit 8,8 (Vorjahr: 5,4) Millionen Einheiten in den ersten drei Monaten sei der bisher höchste Absatz verzeichnet worden. Damit knüpft das Unternehmen offenbar an die Absatzerfolge im vergangenen Jahr an.

Bereits im - durch das Weihnachtsgeschäft traditionell starken - Schlussquartal 2003 hatte Sony Ericsson nach früheren Angaben deutlich mehr Mobiltelefone verkauft als ein Jahr zuvor. Der Absatz war von 7,1 Millionen auf acht Millionen Handys gestiegen. Insgesamt verzeichnete der Hersteller 2003 ein Absatzplus von rund 18,8 Prozent auf 27,2 Millionen verkaufte Handys.

Damit geht es Sony Ericsson augenscheinlich besser als Nokia . Der finnische Weltmarktführer hatte in der vergangenen Woche eine Absatzschwäche in seiner Handysparte eingestehen müssen. Nach Nokia-Berechnungen wuchs der weltweite Handymarkt in den ersten drei Monaten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29 Prozent, Nokia selbst konnte seinen Absatz jedoch nur um 19 Prozent auf 44,7 Millionen Einheiten steigern. Mit einem Wachstum von 62 Prozent ist Sony Ericsson laut eigenen Angaben deutlich schneller als der Markt gewachsen.