Siemens Nach Infineon kommt Epcos

Der Elektrokonzern lagert weiter aus. Das bisherige Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components soll unter dem Namen "Epcos" Ende des Jahres an die Börse.

München - Der Elektrokonzern Siemens bringt sein Geschäft mit Elektronik-Bauelementen unter dem Namen Epcos an die Börse. Dazu soll das Gemeinschaftsunternehmen Siemens Matsushita Components GmbH in die neue Epcos AG mit Sitz in München umgewandelt werden. Das Joint Venture bildete bisher den Kern des Siemensbereichs Röhren und Passive Bauelemente.

Epcos (Electronic Parts and Components) soll im vierten Quartal 1999 oder Anfang 2000 zeitgleich in den USA und in Deutschland an die Börse gehen.

Beim Börsengang wollen Siemens und die japanische Matsushita Electric Industrial ihren Anteil von je 50 Prozent auf je bis zu 12,5 Prozent plus eine Aktie reduzieren.

Die Siemens Matsushita Components GmbH produziert mit rund 9.000 Mitarbeitern elektronische Komponenten wie Kondensatoren und keramischen Bauelementen. Die Firma hatte den Umsatz im Geschäftsjahr 1997/98 (30. September) um 23 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Mark gesteigert. Der Gewinn vor Steuern kletterte um 41 Prozent auf 195 Millionen Mark.

In die Epcos werden zudem weitere Teile des Siemens-Bereichs Passive Bauelemente und Röhren mit einem Jahresumsatz von 300 Millionen Mark eingebracht.

Siemens will sich unternehmensweit von Konzernteilen mit 17 Milliarden Umsatz und 60 000 Beschäftigten trennen. Der Halbleiter-Bereich von Siemens wurde bereits zum 1. April als Infineon Technologies AG ausgegliedert. Er soll ebenfalls im letzten Quartal 1999 oder Anfang 2000 an die Börse gebracht werden.

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