Metallgesellschaft Notierung an Wall Street geplant

Chef Kajo Neukirchen will das Unternehmen in den USA an die Börse bringen, um neue Firmen zukaufen zu können. Bis dahin muß er erst noch die bisherigen Töchter integrieren.

Frankfurt - Die Metallgesellschaft erwägt einen Börsengang in den USA gegen Ende des kommenden Jahres. Das berichtet die "Financial Times" (FT). Die Notierung in den USA würde eine große US-Akquisition erheblich erleichtern, da dann mit Aktien bezahlt werden könnte, sagte der Vorstandsvorsitzende Kajo Neukirchen der "FT". Er wolle solange Unternehmen zukaufen, wie sie den Marktanteil dadurch erhöhe oder ihre technologische Position verbessere.

Sanierer Neukirchen hat das einstige Skandalunternehmen mg zu einem ertragsstarken Industriekonzern umgebaut. Mit dem Personal hat der machtbewußte Manager allerdings seine Probleme. Deshalb liegt der angedachte Börsengang noch in einiger Ferne.

Vor einem Börsengang soll die neue Tochter Gea vollständig in den Konzern integriert werden. Damit sei, sagt Neukirchen jetzt, bis Ende 2000 zu rechnen. Die Systembausparte der mg werde wohl von der Rheinischen Zinkgesellschaft übernommen werden, fügte Neukirchen hinzu.

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