HypoVereinsbank Drei Milliarden Euro eingesammelt

Die milliardenschwere Kapitalerhöhung von Deutschlands zweitgrößter Bank ist erfolgreich am Markt platziert worden. Die Münchener sehen sich damit gestärkt für den anstehenden Fusionspoker in der Branche.

Frankfurt am Main - "Die Ausgabe lief ziemlich gut", hieß es aus mit dem Handel vertrauten Kreisen. Nach Angaben des "Handelsblatts" seien sämtliche der 214,4 Millionen neuen Aktien seien platziert, es gebe keinen Überhang.

Die HypoVereinsbank (HVB)  will die neuen Aktien zu je 14 Euro ausgeben und bietet dabei den Altaktionären zwei neue Scheine für fünf bestehende an. Die Kapitalspritze der HVB folgt dem Rekordverlust der Bank in Höhe von 2,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr, der überwiegend auf Abschreibungen zurückging.

Mit der Ausgabe neuer Aktien will die HVB ihre Kapitalbasis um rund drei Milliarden Euro stärken und sich für den anstehenden Fusionspoker in der Bankenbranche rüsten.

Reuters-Daten zufolge wurden seit dem 23. März - dem ersten Tag der Zeichnungsfrist, die noch bis zum 5. April dauert - rund 475 Millionen Bezugsrechte gehandelt. Auf das Umtauschverhältnis von 2:5 umgerechnet, entspricht dies rund 89 Prozent der 214,4 Millionen neuen Aktien.

Die im Dax  notierten Aktien der HVB legten am Donnerstag zeitweise um knapp vier Prozent auf 16,57 Euro zu, weil der Bezugsrechtehandel von Marktteilnehmern als Erfolg gewertet wurde. Vor Ankündigung der Kapitalerhöhung hatte der Kurs noch über 18 Euro gelegen. Am 6. April werden die neuen Anteile erstmals an der Börse gehandelt.

Der weltgrößte Rückversicherer Münchener Rück , der 25,7 Prozent an der HVB hält, und zwei weitere Stiftungen mit jeweils rund fünfprozentigen Anteilen haben Bankenkreisen zufolge die meisten ihrer Bezugsrechte bereits am 23. März abgestoßen.

Die HVB lehnte eine Stellungnahme zu den Informationen ab.