MG Technologies Rückkehr in die schwarzen Zahlen

Der Chemie- und Anlagenbaukonzern ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die Restrukturierung wird weiter vorangetrieben: Dynamit Nobel soll verkauft, die Unternehmensleitung nach Bochum verlegt werden.

Frankfurt am Main - Der Technologiekonzern MG Technologies  hat nach einem durch seinen Großanlagenbau verursachten Verlust im vergangenen Jahr das erste Quartal 2004 eigenen Angaben zufolge mit Gewinn abgeschlossen. "Nach einem positiven ersten Quartal liegen wir auf Planniveau", erläuterte Vorstandschef Udo Stark am Dienstag vor Beginn der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt.

Zahlen nannte das Unternehmen zunächst aber nicht. Neben der Verbesserung des operativen Ergebnisses soll 2004 vor allem die eingeleitete Neuausrichtung vorangetrieben werden. Zusätzlich zur Reorganisation des Großanlagenbaus stehen bei der MG der Verkauf der Chemiefirma Dynamit Nobel und der Umzug der Konzernleitung nach Bochum an den Standort der Tochter Gea auf der Agenda.

2003 habe der Konzern bedingt durch hohe Sonderbelastungen in seinem Großanlagenbau einen Verlust vor Steuern von 241 Millionen Euro geschrieben. Der Umsatz belief sich wie schon bekannt gegeben auf 8,2 Milliarden Euro.

Zahlreiche Änderungen im Portfolio

Im Geschäftsjahr 2001/02 hatte die MG Technologies noch einen Gewinn von 320 Millionen Euro und einen Umsatz von 8,6 Milliarden Euro ausgewiesen. Die Zahlen sind mit den aktuellen Geschäftsergebnissen aufgrund zahlreicher Änderungen im Portfolio nur sehr eingeschränkt vergleichbar. Die MG hatte zudem 2003 ihr früher im September endendes Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. Im vierten Quartal 2002 war deshalb ein Rumpfgeschäftsjahr eingelegt worden.

Nach Abschluss der Neuausrichtung wird mg nach eigenen Angaben 2005 einen Konzernumsatz in der Größenordnung von 4,5 Milliarden Euro erreichen. Für den Großanlagenbau wird nach erfolgreicher Sanierung eine Umsatzrendite von vier bis fünf Prozent erwartet. Der Verkauf der Chemiesparte solle das Eigenkapital nachhaltig stärken, hieß es. Spätestens 2005 werde die MG nach der Restrukturierung wieder auf Wachstum bei Umsatz und Gewinn umschalten. Dieses Wachstum werde sowohl intern, als auch durch Zukäufe erreicht.

Gleichzeitig wurde bekanntgegeben, dass Peter Steiner per 1. April Finanzvorstand wird. In dieser Funktion löse er Karlheinz Hornung ab. Bereits am 19. März hatte der Aufsichtsrat der GEA Steiner in den Vorstand der MG-Tochter berufen, wo er ebenfalls das Ressort Finanzen leite. Der bisherige GEA-Finanzvorstand Joachim Janssen habe als Generalbevollmächtiger die konzernweite Verantwortung für Controlling, Rechnungswesen und Steuern übernommen. Er sei aus dem GEA-Vorstand ausgeschieden.

Die Hauptversammlung des im MDax  gelisteten Unternehmens findet am 14. Mai statt.