DAB Bank Gewinn steigt auf Rekordniveau

Der Münchener Online-Broker ist im vergangenen Jahr in die Gewinnzone zurückgekehrt. Dank der Erholung am Aktienmarkt verbuchte die HVB-Tochter deutlich steigende Umsätze.

München - Der Gewinn vor Steuern habe 2003 mit 13,4 Millionen Euro auf dem höchsten Niveau der zehnjährigen Unternehmensgeschichte gelegen, nachdem 2002 noch ein Verlust von knapp 59 Millionen Euro angefallen war, teilte die DAB Bank  am Dienstag mit. Unter dem Strich blieb der Tochter der HypoVereinbank (HVB)  noch ein Überschuss von 12,8 (minus 70,5) Millionen Euro.

Die im Kleinwerte-Index SDax  gelistete Gesellschaft hatte für 2003 zuletzt einen Gewinn angekündigt, nachdem sie in der Börsenkrise zu Beginn dieses Jahrzehnts tiefrote Zahlen geschrieben hatte.

Die Gesamterträge stiegen 2003 um 25 Millionen Euro auf 132,7 Millionen Euro. 2003 hatte der Dax  nach drei Jahren Börsen-Baisse wieder einen deutlichen Zuwachs verzeichnet. Vor diesem Hintergrund legte der Provisionsüberschuss auf 69,3 (55,1) Millionen Euro zu, der Zinsüberschuss vor Risikovorsorge kletterte auf 42,4 (32,4) Millionen Euro.

Dagegen fielen die Aufwendungen - bestehend aus der Risikovorsorge für faule Kredite, dem Provisionsaufwand und den Verwaltungskosten - um fast 48 Millionen Euro auf 117,8 Millionen Euro. Das verwaltete Kundenvermögen sei zugleich um 26,7 Prozent auf 11,88 Milliarden Euro gestiegen, teilte die DAB weiter mit. Damit liege es nur knapp unter dem Rekordwert von 11,96 Milliarden Euro aus dem Jahr 2000.

Auch der Branchenprimus Comdirect  hat 2003 wieder Gewinn geschrieben und unter dem Strich mehr als 23 Millionen Euro verdient. Der Vorsteuergewinn soll bei Comdirect 2004 auf mindestens 45 Millionen Euro von jetzt 39,1 Millionen klettern. Zudem will die Commerzbank-Tochter ihren Aktionären erstmals eine Dividende zahlen.

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