Donnerstag, 19. September 2019

Porsche Cayenne rettet die Bilanz

Die Nachfrage bei den alternden Sportwagenmodellen Boxster und 911 ist eingebrochen. Dennoch hat Porsche in seinem ersten Geschäftshalbjahr Gewinn und Umsatz zweistellig gesteigert und steuert erneut auf ein Rekordergebnis zu. Der Retter heißt Cayenne.

Stuttgart - Der Sportwagenbauer Porsche rechnet auch im laufenden Geschäftsjahr mit weiteren Steigerungen bei Umsatz und Ertrag. Der Erfolg des Geländewagens "Cayenne" könnte dafür sorgen, dass das laufende Jahr trotz der allgemein schwacher Automobilnachfrage mit einem Verkaufsrekord abgeschlossen wird. Die Aktie legte im frühen Handel um mehr als ein Prozent zu.

Glücklich im Gelände: Vor allem wegen der Cayenne-Nachfrage hat Porsche im ersten Halbjahr den Umsatz um knapp 30 Prozent gesteigert
Porsche gehe davon aus, dass sich der Gesamtabsatz in der Größenordnung von 75.000 Einheiten nach 66.803 im Vorjahr bewegen werde. Dabei gleicht der sportliche Geländewagen Cayenne Absatzrückgänge bei den Sportwagenmodellen 911 und Boxter aus, die sich in der letzten Phase ihrer Modellzyklen befinden.

Im ersten Halbjahr von August bis Januar fielen Umsatz und Gewinn den Angaben zufolge leicht höher aus als nach vorläufigen Zahlen, die zur Hauptversammlung im Januar genannt worden waren.

So erhöhte sich der Vorsteuergewinn um 13,8 Prozent auf 211,3 Millionen und der Umsatz legte um 29,3 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro zu. Unter dem Strich blieb ein Reingewinn von 119,6 Millionen Euro, der damit um 17,3 Prozent höher war als im Vergleichszeitraum. Der Absatz erhöhte sich zugleich um 31,5 Prozent auf 32.514 Fahrzeuge.

Neues Rekordjahr ist das Ziel

Bereits im Januar hatte Porsche-Chef Wendelin Wiedeking auf der Hauptversammlung in Leipzig das Ziel eines weiteren Rekordergebnisses für die Ende Juli auslaufende Geschäftsperiode verkündet und erklärt, der Gewinn werde gegenüber dem Vorjahr nochmals "einen Tick" besser ausfallen.

Mit dem Geländewagen "Cayenne" wiegt Porsche derzeit den Einbruch im Verkauf der Sportwagen-Modelle auf. Ende Januar hatte Porsche den Absatzrückgang beim Typ 911, für den Experten noch in diesem Jahr einen Nachfolger erwarten, auf 26 Prozent beziffert. Der Absatz des acht Jahre alten "Boxster" brach gleichzeitig um 44 Prozent ein.

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