Siemens Infineon kommt im Oktober

Schon im Oktober können Anleger Aktien der Siemens-Halbleitersparte Infineon kaufen. Ende des Jahres dürfte die neue Firma sogar eine schwarze Null schreiben.

Infineon Technologies AG, die ausgegliederte Halbleitersparte von Siemens, plant, bereits im Oktober in Frankfurt und New York an die Börse zu gehen, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin 25. Juni 1999). Analysten schätzen den Börsenwert des Münchner Unternehmens auf 15 bis 20 Milliarden Mark.

Der Geschäftsbereich Halbleiter beschert dem Münchner Elektrokonzern im Geschäftsjahr 1997/98 bei einem Umsatz von 6,7 Milliarden Mark einen Rekordverlust von 1,2 Milliarden Mark (vor Steuern). Zum 1. April wurde die Chip-Sparte abgespalten und in die neue Tochtergesellschaft Infineon eingebracht.

In der ersten Hälfte des laufenden Geschäftsjahres konnte der Verlust von Infineon überplanmäßig auf 104 Millionen Mark (vor Steuern und Zinsen) gesenkt werden.

Aufgrund der anziehenden Halbleiter-Konjunktur sei nicht auszuschließen, daß Infineon zum Ende des Geschäftsjahres (20.9.) eine schwarze Null schreiben werde, so das manager magazin. Nach Insider-Informationen wachse das Unternehmen überdurchschnittlich um über 20 Prozent.

Beim ersten Going Public will die Siemens AG bis zu 49 Prozent des Infineon-Kapitals an die Börse bringen. Wann sich der Konzern von den restlichen 51 Prozent trennen wird, ist noch offen.

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