Evotec Umsatz klettert zweistellig

Das Biotechnologieunternehmen hat im abgelaufenen Jahr erstmals im operativen Geschäft schwarze Zahlen geschrieben. Finanzvorstand Dirk Ehklers zeigte sich angesichts des schwierigen Marktumfelds zufrieden.

Frankfurt am Main - Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) habe 2003 nach vorläufigen Zahlen bei vier Millionen Euro gelegen, teilte die im Technologieindex TecDax  gelistete Evotec  am Montag mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen operativen Verlust von 2,2 Millionen Euro verbucht. Die Umsätze seien 2003 um zehn Prozent auf 77,2 Millionen Euro gewachsen. Bei stabilen Wechselkursen hätte sich das Umsatzplus auf 21 Prozent belaufen.

Für 2004 rechnet Evotec damit, das Umsatzniveau des abgelaufenen Jahres zu übertreffen. Zum 31. Dezember 2003 habe sich der Bestand an liquiden Mitteln bei 19,5 Millionen Euro belaufen - 0,5 Millionen Euro mehr als am Ende des dritten Quartals.

Nach Vorlage der Zahlen haben sich die Aktien am Montag zwischenzeitlich an die TecDax-Spitze gesetzt. Das Papier gewann am Vormittag um 3,9 Prozent auf 6,44 Euro.

Die Zahlen zum vergangenen Jahr bewertete SES Research als "zufrieden stellend bis gut". Den Ausblick des Unternehmens stufte Analyst Henner Rüschmeier als "verhalten" ein. Zugleich bestätigte er den Evotec-Titel mit "Marketperformer". Ein Frankfurter Händler nannte die Zahlen "ganz ordentlich".

Auch beim Analysehaus Equinet verwiesen die Experten auf den ihrer Ansicht nach "vorsichtigen Ausblick". Der Umsatz habe ihre Prognosen getroffen, während das Ebitda für das Gesamtjahr "ziemlich niedrig" ausgefallen sei. Die Analysten bestätigten den Titel mit "Halten" bei einem Kursziel von sechs Euro.

"Wirtschaftliche Ziele erreicht"

"Wir haben trotz des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und des sehr festen Euro unsere finanziellen und wirtschaftlichen Ziele erreicht", kommentierte Finanzvorstand Dirk Ehklers die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr. Es seien Anzeichen der Erholung zu sehen, insbesondere in den USA und Japan, wenngleich Europa der Entwicklung noch hinter hinke.

Mit einer Umsatzsteigerung im laufenden Jahr rechne Evotec aber erst in der zweiten Jahreshälfte. Als Grund nannte das Unternehmen übliche Verzögerungen bei den Auftragseingängen sowie den weiterhin starken Euro. Den Auftragsbestand bezifferte Evotec per Ende Januar auf etwa 40 Millionen Euro.

Evotec ist spezialisiert auf Dienstleistungen für die Pharma-Wirkstoffforschung. Dazu gehört die Prüfung von Substanzen auf ihre Eignung als Arzneimittelwirkstoffe und die Entwicklung der dafür notwendigen Testsysteme. Evotec arbeitet unter anderem mit dem US-Pharmariesen Pfizer  sowie der Schweizer Pharmafirma Roche und der japanischen Takeda Chemical Industries  zusammen.

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