Volkswagen Aktionären droht Kürzung der Dividende

Zwei Tage bevor der Konzern seine vorläufigen Jahreszahlen präsentiert, belasten Gerüchte den Kurs der Aktie. Angeblich will Volkswagen seine Dividende deutlich senken.

Wolfsburg - Der Autokonzern Volkswagen  dürfte Presseberichten zufolge dieses Jahr eine niedrigere Dividende zahlen. Das Land Niedersachsen rechne als Hauptaktionär mit einer Absenkung der Ausschüttung auf einen Euro nach 1,30 Euro im Vorjahr.

Dies berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf den Wirtschaftsplan der Hannoverschen Beteiligungsgesellschaft (HanBG), die für das Land Niedersachsen die Volkswagen-Beteiligung hält. Der inzwischen vom Landeskabinett beschlossenen Vorlage zufolge, rechnet die HanBG nur noch mit 57,9 Millionen Euro Ausschüttung, nach 75,3 Millionen im Vorjahr.

Entscheidung und Jahreszahlen am Mittwoch

Volkswagen verhandle derzeit mit dem Land Niedersachsen über eine Senkung der Dividende, berichtet auch die "Financial Times Deutschland". Wie es heißt, sei das Land als größter VW-Aktionär prinzipiell mit einer geringeren Ausschüttung einverstanden. Da für Niedersachsen diese Zahlung aber ein wichtiger Haushaltsposten sei, wünsche sich Hannover eine möglichst geringe Reduzierung. Eine Entscheidung über die Höhe der Ausschüttung dürfte Volkswagen bis Mittwoch (18. Februar) treffen. An diesem Tag will der Konzern die vorläufigen Jahreszahlen 2003 präsentieren.

Auch DaimlerChrysler schwach

Die Aktie von Volkswagen  gehörte am Montag zu den größten Verlierern im Dax. Verluste musste auch die Aktie von DaimlerChrysler  hinnehmen: Nicht nur die US-Sparte Chrysler ist weiterhin ein Klotz am Bein, sondern auch die Beteiligung an Mitsubishi bereitet zunehmend Sorge.

Der operative Verlust bei Mitsubishi könnte im laufenden Geschäftsjahr 2003/04 (31. März) deutlich höher ausfallen als erwartet. Konsolidiert sei wegen des schwachen Absatzen in Nordamerika ein Fehlbetrag von 100 Milliarden Yen (Vorjahr: plus 82,7 Mrd Yen) beim Betriebsergebnis zu erwarten. Das Unternehmen hatte bisher einen Verlust von 45 Milliarden Yen prognostiziert.

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