Sanofi-Angriff Aventis zieht vor Gericht

Im Abwehrkampf gegen Sanofi zieht Aventis vor Gericht. Die Genehmigung der französischen Börsenaufsicht AMF für den feindlichen Übernahmeversuch soll vor einem Pariser Berufungsgericht angefochten werden.

Paris - Aventis  begründete die Klage mit seiner "großen Entschlossenheit, die Interessen des Unternehmens und seiner Aktionäre und Mitarbeiter zu schützen". Man habe gute Gründe für die Klage, betonte der Konzern. Einzelheiten würden dem Berufungsgericht in den nächsten zwei Wochen zugestellt.

Sanofi-Synthelabo  hatte vor knapp drei Wochen ein Angebot von rund 48 Milliarden Euro für den doppelt so großen Konkurrenten gemacht. Sanofi dementierte zudem Gerüchte, dass Konzernchef Dehecq sich mit Vertretern des Aventis-Großaktionärs Kuwait Petroleum Corporation (KPC) getroffen habe, um über die Offerte zu sprechen.

KPC, die 13,5 Prozent an Aventis halten, kommt eine Schlüsselrolle im Übernahmekampf zu. Bislang hatte KPC die Offerte als zu niedrig verworfen. Die Kuwaitis sind der größte Einzelaktionär bei Aventis, eine Unterstützung durch KPC gilt daher als wesentlich für Erfolg oder Scheitern der Übernahmeofferte.

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