Dienstag, 10. Dezember 2019

HVB 50 Millionen Euro Trinkgeld

Die HypoVereinsbank erzielt durch den Verkauf ihres Brau-und-Brunnen-Paketes an den Oetker-Konzern einen Buchgewinn. Die Aufregung um die Platzierung eigener Aktien hat sich inzwischen gelegt.

Frankfurt am Main - Aktien der HypoVereinsbank Börsen-Chart zeigen haben am Freitag im frühen Handel leicht zugelegt. Das Geldinstitut hat den Kaufpreis für ihr Aktienpaket an der Brau und Brunnen AG auf rund 220 Millionen Euro beziffert. Bislang hält die HVB 61,7 Prozent an dem Brauereikonzern.

Es bleibt was über: Die HVB ist mit Oetker handelseinig
Der Lebensmittelkonzern Oetker hatte am Vortag mitgeteilt, den Brau und Brunnen-Anteil von der HypoVereinsbank kaufen zu wollen. Oetker wird damit einer der größten Bierbrauer in Deutschland. Bisher gehörte bereits die Radeberger Gruppe zu Oetker.

Insgesamt beabsichtigt die Oetker-Gruppe, eine qualifizierte Aktienmehrheit von mehr als 75 Prozent des stimmberechtigten Kapitals der Brau und Brunnen AG zu erwerben.

Wie das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf Finanzkreise schreibt, erzielt die HVB durch den Verkauf ihrer Brau-und-Brunnen-Beteiligung einen Buchgewinn in Höhe von rund 50 Millionen Euro. Die Kartellbehörden müssen dem Verkauf noch zustimmen.

Die HypoVereinsbank (HVB) hatte bereits am Donnerstag im Auftrag Dritter 4,823 Millionen eigene Aktien zum Preis von 19,17 Euro pro Stück verkauft. Ein HVB-Sprecher bestätigte Marktgerüchte über die Platzierung, den Auftraggeber dafür nannte er aber nicht. Bei der Platzierung handele es sich nicht um eine nach Angaben aus Finanzkreisen erwogene Kapitalerhöhung der HVB, da lediglich bereits existierende Aktien verkauft würden.

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