BMW Zehn Milliarden für Rover

Die Münchner, nach großzügigen britischen Subventionen in Zugzwang, investieren Milliarden in die verlustreiche Tochter Rover und den britischen Markt. Mit Rover-Mittelklasse-Modellen will BMW Komplettanbieter werden.

München - Insgesamt wolle der Konzern in den nächsten fünf Jahren weltweit rund 30 Milliarden Mark investieren. Dabei erhält der britische Markt mit rund zehn Milliarden Mark in den nächsten fünf Jahren den Löwenanteil. Diese Investitionen von BMW waren absehbar, denn auch die Regierung in London greift tief in die Staatskasse. Von der britischen Regierung erhält der Automobilhersteller Staatsbeihilfen von rund 152 Millionen Pfund, umgerechnet rund 458 Millionen Mark (234 Mio Euro).

Vor einem Treffen mit dem britischen Industrieminister Stephen Byers in London sagte BMW-Vorstandschef Joachim Milberg, mit den Hilfen sei gesichert, daß auch das Werk Longbridge bei Birmingham langfristig ein Teil des BMW-Werksverbundes bleibe. "Wir versprechen, Birmingham wird ein Werk werden, das sich mit den besten der Welt messen kann", sagte Milberg. Den Beihilfen müsse aber noch die EU- Kommission zustimmen.

Die britische Regierung unterstütze auch die Entscheidung des BMW- Konzerns, den Nachfolger der 200/400-Serie von Rover zu entwickeln und in Großbritannien zu produzieren, hieß es. Mit den neuen Mittelklasse-Modellen halte BMW an seiner Produktstrategie eines Komplett-Anbieters fest.

Die Börse honorierte das Investitionsprogramm. Die Papiere des Autoherstellers verzeichneten bereits gestern nachmittag nach Gerüchten ein leichtes Plus.

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