Commerzbank In Einzelfällen vielleicht doch Beihilfe geleistet

Nach Selbstanzeigen von Angestellten will die Bank nun nicht mehr ausschließen, daß Kunden mit Wissen der Bank am Fiskus vorbei Gelder ins Ausland transferiert haben.

Frankfurt - "Wir können nicht ausschließen, daß es im Einzelfall diese anonymen Transfers gegeben hat", räumte eine Banksprecherin ein. "Wenn sich ein Commerzbank-Mitarbeiter selbst anzeigt, wird er auch einen Grund dafür haben."

Allerdings habe es nicht, wie von der Staatsanwaltschaft Frankfurt vermutet, systematische Überweisungen von der Commerzbank nach Luxemburg oder in die Schweiz gegeben, um Kunden die Chance zur Steuerhinterziehung zu geben.

Bislang hatte das Kreditinstitut jede Beteiligung an dem Delikt zurückgewiesen. Inzwischen hat sich aber, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte, eine "zweistellige Zahl" von Commerzbank-Mitarbeitern selbst angezeigt.

Auch gegen Commerzbank-Aufsichtsratschef Dietrich-Kurt Frowein, Vorstandsmitglied Erich Coenen und zwei Generalbevollmächtigte sind Untersuchungen anhängig. Die Manager seien früher für das Privatkundengeschäft der Bank zuständig gewesen.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.