Finanzminister Signale für Erholung

Steigende Exporte, mehr Aufträge, bessere Einzelhandelsumsätze - für die Bundesregierung mehren sich die Anzeichen, daß das Wirtschaftswachstum in Deutschland sich erholt.

Bonn - Eine leichte Aufwärtstendenz sei erkennbar, das angepeilte Ziel von gut 1,5 Prozent Wachstum fürs Gesamtjahr in Sicht, erklärte das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht. Das Preisklima sei weiterhin "außerordentlich gut", die Inflation trotz steigender Energiepreise unter Kontrolle.

Sorgen bereitet der Regierung die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Saisonbereinigt gehe die Zahl der Erwerbslosen von 4,1 Millionen Menschen kaum noch zurück. Und selbst, wenn die Sommerkräfte herausgerechnet würden, sei der Rückgang im Mai deutlich schwächer gewesen als im Vorjahr.

Das Institut der Wirtschaft (IW) sieht für dieses Jahr dagegen nur ein Wachstum von 1,3 Prozent nach 2,3 in 1998. Hauptursache für die schwächere Konjunktur seien neben den verschlechterten Exportgeschäften auch die Unsicherheit über die inländische Wirtschaftspolitik.

Das Statistische Bundesamt teilte mit, im Vergleich zum Vorjahr seien die Exporte im ersten Quartal um 2,7 Prozent gesunken, gemessen am Vorquartal nehmen sie wieder leicht zu. Die Ausfuhren in die USA stiegen um 1,6 Prozent, die in den EU-Raum sanken um 0,6 Prozent.

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