Börse heute Wall Street eröffnet schwächer

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich am Nachmittag sehr stabil, obwohl die Wall Street mit Abschlägen in den Handel startete. Mit steigenden Umsätzen blieb sogar ein leichtes Plus.

Frankfurt/New York - Zum Handelsschluß verzeichnete der Dax sogar ein Miniplus von 0,20 Punkten auf 5.468,76 Zähler. Käufe institutioneller Anleger sollen dafür gesorgt haben, daß man die Abwärtsbewegung der Wall Street heute nicht nachvollzieht. Die Umsätze waren daher erstaunlich hoch. Von Seiten der Unternehmen fehlte es jedoch an neuen Nachrichten.

Am Rentenmarkt setzte sich der Abwärtstrend weiter fort, die schwächere Eröffnung des US-Bondmarktes sorgte zuletzt für ein Minus von 30 Stellen auf 111,06 Prozent beim Bund-Future. Somit konnte die Marke von 111 Prozent gehalten werden, nachdem das Zinsbarometer im Verlauf deutlich darunter lag.

Auch die europäischen Nachbarbörsen zeigten sich heute einheitlich leichter. Alle führenden Indizes müssen Kursverluste hinnehmen. Der Tagesverlierer war zuletzt die Züricher Börse, dort ging es um 1,2 Prozent nach unten, demgegenüber verliert der Wiener ATX-Index lediglich 0,31 Punkte. Der Euro-Stoxx-50-Index verzeichnete zuletzt ein Minus von 21,77 Punkten oder 0,6 Prozent auf 3.846,12 Zähler.

Die Wall Street eröffnete erneut etwas leichter. Bei recht ruhigem Handel keimte wieder einmal neue Zinsangst auf, nachdem der US-Bondmarkt zur Schwäche neigte. Man will nun zunächst die Zinsentscheidung der US-Notenbank abwarten, ehe man wieder größere Positionen in die Bücher nimmt. Der Dow Jones Index verzeichnete zuletzt ein Minus von 44,64 Punkten oder 0,4 Prozent auf 10.771,34 Zähler. Auch der zuletzt haussierende Technologiebereich leidet heute unter kleineren Gewinnmitnahmen.

Der Nasdaq-Index gibt um 12,32 Punkte oder 0,5 Prozent auf 2.617,96 Zähler nach. Am Bondmarkt setzt sich die Abwärtsbewegung heute in kleinen Schritten weiter fort, die Rendite der 30jährigen Bonds steigt um 2 Stellen auf 6,04 Prozent.

Wenig verändert zeigten sich die Edelmetallpreise. Die Feinunze Gold kostete zuletzt 258,75 US-Dollar, Silber war für 5,06 US-Dollar erhältlich.

Der Euro neigte im Tagesverlauf wieder zur Schwäche, konnte jedoch die Marke von 1,03 US-Dollar noch behaupten. Zuletzt kostete die junge europäische Währung 1,0305 US-Dollar. Immer mehr Marktteilnehmer sprechen von einer Parität zum US-Dollar von 1 zu 1. Gegenüber dem Yen zeigte sich der Greenback wenig verändert, hier wurden zuletzt 121,76 Yen bezahlt.

Im Blickpunkt: Hannover Rück

Die Hannover Rück geht davon aus, im laufenden Geschäftsjahr das Ergebnis vor Steuern um mehr als 25 Prozent verbessern zu können. Unter Hinweis auf die Steuerreform wollte man jedoch zum Nachsteuerergebnis noch keine Angaben machen. Durch die erstmalige Berücksichtigung der erworbenen der US-Versicherung Clarendon rechnet man mit Prämieneinnahmen von etwa 12 Mrd. DM. Die Dividende für das Jahr 1998 soll um 0,40 auf 3,80 DM erhöht werden.

Im Blickpunkt: Jungheinrich

Die Jungheinrich AG konnte in den ersten 4 Monaten des laufenden Geschäftsjahres den Umsatz9 Prozent auf 841 Mio. DM verbessern. Auf der heutigen Hauptversammlung erklärte man zudem, daß man auch im weiteren Jahresverlauf mit einer positiven Entwicklung rechnet. Mit der erwarteten Umsatzsteigerung von 8 Prozent und einem überproportionalen Wachstums des Ergebnisses von rund 20 Prozent will man die angestrebte Expansion im außereuropäischen Raum aus eigenen Mitteln finanzieren

Im Blickpunkt: Bonifatius

Die Bonifatius AG steigerte im Geschäftsjahr 1998 den Konzernjahresüberschuß auf 0,57 Mio. DM, nachdem im Vorjahr ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt worden war. Der Umsatz verbesserte sich um 68 Prozent auf 22,2 Mio. DM: Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf rund 50 Prozent aufgrund der jüngsten Kapitalmaßnahmen

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