Yahoo Gewinnsprung erwartet

Analysten erwarten eine deutliche Steigerung bei Umsatz und Gewinn. Von der Erholung des Werbemarkts sollte der Internet-Dienstleister nach Ansicht von Goldman Sachs und CSFB stark profitieren.

Der US-Internetdienstleister Yahoo  wird Analysten zufolge im Schlussquartal 2003 Gewinn und Umsatz deutlich steigern. Der Portalbetreiber, der die Suchmaschine Google zukünftig mit einer eigenen Suchtechnik herausfordern will, wird die Ergebnisse des vierten Quartals am heutigen Mittwoch nach US-Börsenschluss bekannt geben.

Die Mehrheit der Analysten rechnet mit einem Gewinn je Aktie (EPS) von 11 US-Cent, wobei die Spanne zwischen 10 und 13 Cent liegt. Den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sehen sie bei 148,64 Millionen Dollar und den Umsatz bei 495,05 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte Yahoo! einen Gewinn je Aktie von 8 Cent, ein EBITDA von 85,28 Millionen Dollar und einen Umsatz von 285,79 Millionen Dollar erwirtschaftet.

Wachstumsmarkt Onlinewerbung - GS hebt Prognose

Die Analysten von Goldmann Sachs haben dank starker Werbeumsätze und Einnahmen bei Suchdiensten ihre EBITDA-Schätzung auf 150 Millionen Dollar und die Umsatzprognose auf 498 Millionen Dollar angehoben. Zur Begründung verweisen sie auf die Budgets der Onlinewerbung-Einkäufer, die im Schlussquartal um mehr als ein Viertel angestiegen seien. Beobachter verweisen auch auf die immer stärkere Verbindung von Werbung und Suchdiensten durch so genannte "Sponsored Links".

Auch die Analysten von Credit Suisse First Boston glauben, dass Yahoo dank Online-Werbung, gesponserten Links und Premium-Diensten besser abschneiden werde als erwartet. Sie sehen nun einen Umsatz von 510,5 Millionen Dollar und einen Gewinn je Aktie zwischen 10 und 11 Cent.

Overture-Übernahme belastet

Goldman Sachs sieht den berichtigten Gewinn im vierten Quartal bei 13 Cent je Aktie. Die 1,7 Milliarden Dollar teure Übernahme des Suchtechnikspezialisten Overture Services im vergangenen Juli führe allerdings zu bilanziellen Sonderbelastungen, die einen Unterschied zwischen dem berichtigten EPS und dem nach GAAP ausgewiesenen EPS bewirkten. Das GAAP-EPS sehen sie unverändert bei 10 Cent je Aktie.