Mittwoch, 19. Februar 2020

WCM Die Familie positioniert sich neu

Die beiden Söhne des WCM-Großaktionärs Karl Ehlerding, Karl Philipp und John Frederik, haben ihre Beteiligung an WCM offenbar von indirekten in direkten Besitz umgeschichtet.

Frankfurt - Beide Söhne hielten aber weiterhin 4,8 Prozent am Immobilien- und Beteiligungskonzern, sagte eine Konzernsprecherin am Donnerstag in Frankfurt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX. Die Umschichtung sei über eine Holding erfolgt. Einen Grund für die Transaktion wollte die Sprecherin nicht nennen.

 Besitzt noch knapp 10 Prozent der WCM-Aktien: Karl Ehlerding
DPA
Besitzt noch knapp 10 Prozent der WCM-Aktien: Karl Ehlerding
In einer Pflichtmitteilung hatte WCM Börsen-Chart zeigen zuvor mitgeteilt, dass John Frederik Ehlerding am 23. Dezember 2003 etwa 12,2 Millionen Aktien und sechs Tage später rund 1,3 Millionen Aktien zu je 1,02 Euro erworben habe. Karl Philipp kaufte am 23. Dezember 2,21 Millionen Aktien des Immobilien- und Beteiligungskonzerns zu je 1,01 Euro.

Da der Anteil jedes Sohnes durch die Zukäufe nicht über 5 Prozent gestiegen sei, hätten die beiden offensichtlich ihre Beteiligung umgeschichtet, sagte die Sprecherin. Am 17. Dezember hatten die Eltern Ingrid und Karl Ehlerding mitgeteilt, ihren Anteil an WCM von gemeinsam rund 35 auf unter 20 Prozent gedrückt zu haben. Ingrid Ehlerding hält nun noch 9,485 Prozent der Aktien. Als größtem Einzelaktionär gehören ihrem Mann Karl noch 9,998 Prozent des Unternehmens. Der Großaktionär ist ebenso wie WCM hoch verschuldet.

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