Devisen Schwacher Dollar gefährdet den Aufschwung

Der deutlich schwächere Dollar-Kurs gefährdet die Erholung der deutschen Wirtschaft. Auch die vorgezogene Steuerreform wird den negativen Effekt voraussichtlich nicht kompensieren können.

Hamburg - Die Konjunkturerholung in Deutschland ist durch eine mögliche weitere Abwertung des US-Dollar gefährdet. Zu dieser Einschätzung kommt das Hamburgische Weltwirtschaftsarchiv (HWWA) in einer am Montag veröffentlichten Studie.

In diesem Falle würde der Export, auf dem die Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung in Deutschland vor allem ruhten, spürbar beeinträchtigt mit entsprechenden Konsequenzen für die Binnennachfrage, schreibt das HWWA. Für die Schätzung eines BIP-Wachstums in Deutschland von 1,7 Prozent für 2004 werde aber ein Eurokurs von etwa 1,20 Dollar angenommen.

HWWA-Präsident Thomas Straubhaar sagte bei der Vorstellung der Studie, die Nettoeffekte durch die vereinbarte Senkung der Steuersätze im Rahmen der vorgezogenen Steuerreform seien derzeit noch nicht absehbar. Kurzfristig sei durch die Vereinbarung aber keine konjunkturelle Verbesserung zu erwarten.

Wie es in der Studie weiter heißt, ruhten angesichts der gedrückten Binnennachfrage alle Hoffnungen "wieder einmal vor allem auf der Weltwirtschaft", für deren Erholung vieles spreche. Konjunkturstützend wirke zudem die deutlich expansive Geldpolitik. Gegenwärtig seien keine Inflationsgefahren erkennbar. Auch komme die Konjunktur im Euroraum nur langsam in Gang. Dies spreche dafür, dass die Leitzinsen 2004 auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden, so das HWWA.

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