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Gute US-Konjunkturdaten treiben die Märkte an. Der starke Euro kann die Kauflaune der Investoren nicht trüben. Der Dax gewinnt am Montag zwei Prozent und markiert den höchsten Stand in diesem Jahr. Das Weihnachtsgeschäft lässt sich gut an: Aktien von Metro und KarstadtQuelle profitieren.

Frankfurt/New York - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich am Montag auch von dem neuerlichen Schwächeanfall des Dollars nicht die Kauflaune verderben lassen. Zugleich stützten gute Konjunkturdaten den festen Trend an der Frankfurter Börse.

Der Dax  schloss am Montag zwei Prozent fester auf 3821 Punkte. Zuvor hatte der Index bei 3826 Zählern ein weiteres Mal ein Jahreshoch markiert. Der MDax  legte 1,4 Prozent auf 4422 Zähler zu, der TecDax  verbesserte sich um 1,2 Prozent auf 564 Punkte.

Der Euro hatte an den Börsen in Asien am frühen Morgen mit 1,2039 ein neues Allzeithoch erreicht, sich dann im Handelsverlauf aber wieder abgeschwächt. Zu Handelsschluss in Frankfurt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1951 Dollar gehandelt.

Einzelhändler freuen sich über starke Umsätze

"Die Umsätze am ersten Adventswochenende scheinen gut gewesen zu sein, so dass einige Anleger auf ein besseres Weihnachtsgeschäft spekulieren", sagte ein Händler in Frankfurt. Am Adventssamstag haben die meisten deutschen Einzelhändler nach Angaben des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE) Umsatzzuwächse zum Vorjahr verbuchen können. Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählten am Montag die Titel von Handelsunternehmen wie Metro  (plus 4,25 Prozent) und KarstadtQuelle  (plus 5,86 Prozent) im MDax.

"Ein großer Teil ist Zweckoptimismus", sagte Analyst Christian Schindler von der Landesbank Rheinland-Pfalz. "Ein kleiner Teil könnte aber stimmen. Wir glauben, dass das Weihnachtsgeschäft etwas besser verlaufen wird." Analyst Christian Bruns von Sal. Oppenheim sagte: "Man muss sich in Erinnerung rufen, dass 2002 für den Einzelhandel eine absolute Katastrophe war."

Starke Wall Street - gute US-Konjunkturdaten

Gute US-Konjunkturdaten treiben die Märkte

Die Wall Street hatte freundlich eröffnet. Der Dow Jones  notierte mit der Frankfurter Schlussglocke um 0,8 Prozent fester auf 9864 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite  legte um 1,1 Prozent auf 1982 Punkte zu.

Zuvor war der November-Index der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe der USA nach Angaben des Institute for Supply Management überraschend stark auf 62,8 Punkte gestiegen. Die beste monatliche Entwicklung des Index seit Dezember 1983 deutet nach Einschätzung von Frankfurter Aktienhändlern darauf hin, dass der Verarbeitende Sektor den fünften Monat in Folge gewachsen ist.

Der Euro lag am späten Nachmittag bei 1,1948 Dollar, nachdem er zuvor zeitweise auf ein neues Rekordhoch bei rund 1,2040 Dollar geklettert war. Am Freitag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs der Gemeinschaftswährung mit 1,1994 Dollar festgelegt. Ein starker Euro gilt als Belastungsfaktor für exportorientierte Unternehmen, weil er Ausfuhren verteuert und damit den Absatz außerhalb der Euro-Zone erschwert.

Gleichwohl schlossen DaimlerChrysler  (plus 1,79 Prozent), Volkswagen  (plus 1,16 Prozent) BMW  (plus 1,09 Prozent) fest in der Gewinnzone.

Gute Nachrichten treiben Infineon an

Die Aktien von Infineon  kletterten um 3,21 Prozent auf 12,23 Euro und zählten damit zu den größten Dax-Gewinnern. Ein Händler begründete den Kursanstieg mit den bereits am vorigen Freitag veröffentlichten Daten zu den weltweiten Chipumsätzen. Nach Berechnungen eines Branchenverbandes waren diese im Oktober im Jahresvergleich um mehr als 20 Prozent gestiegen. "Zudem profitiert Infineon als schwankungsanfälliger Wert von der Aufwärtsbewegung des Gesamtmarktes", ergänzte der Händler.

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