Nokia Der Gewinn wird sinken

Der weltgrößte Handyhersteller bekräftigt seine Prognose für das laufende vierte Quartal. Demnach wird der Gewinn je Aktie um mindestens zehn Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr, erklärte Nokia-Chef Jorma Ollila.

Irving - Nokia-Chef Jorma Ollila hat seine Erwartungen für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres bekräftigt. Das zu erwartende Ergebnis je Aktie bezifferte Nokia  mit 0,21 bis 0,23 Euro. Im Vorjahr lag der EPS-Gewinn noch bei 26 Cent. Das Schlussquartal ist aufgrund des Weihnachtsgeschäfts das absatzstärkste der Handyhersteller.

Die Handy-Sparte werde einen Umsatz auf oder leicht über Vorjahresniveau erzielen, teilte der Telekomausrüster am Montagabend vor einem Treffen mit US-Investoren im texanischen Irving weiter mit. 65 Prozent der Umsätze des vierten Quartals stammten vom Handy-Verkauf. Die Netzwerksparte werde im vierten Quartal einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro verbuchen.

2004 soll der Handy-Branchenabsatz wachsen

Der Handymarkt wird nach den Erwartungen von Nokia im laufenden Jahr ein Volumen von 460 Millionen Einheiten erreichen. Im kommenden Jahr soll der industrieweite Absatz um zehn Prozent zulegen. Dabei wolle Nokia schneller wachsen als der Markt.

Für den Infrastruktur-Markt kündigte Nokia an, dieser werde sich im laufenden Jahr stabilisieren und im kommenden Jahr das Niveau von 2003 erreichen. Ihren gesamten Markt unter anderem bei Geräten zur Stimmenübertragung, Bildübertragung und Mobilfunkausrüstung sieht Nokia bei einem Volumen von 200 Milliarden Euro im Jahr. Ziel sei, den Umsatz langfristig wechselkursbereinigt um zehn Prozent jährlich zu steigern, sofern sich die Märkte von Nokia positiv entwickeln.

Künftig eigene Ergebnisverantwortung für jede Sparte

Nach der neuen Nokia-Unternehmenstruktur sollen die vier Sparten Handy, Multimedia, Netzausrüstung und Lösungen für Unternehmenskunden eine je eigene Ergebnisverantwortung bekommen. Mit dem Bereich Mobiltelefone würden im vierten Quartal 65 Prozent der Gesamtumsätze erzielt. Multimedia werde zu zehn Prozent, die Netzausrüstung zu 20 Prozent und Unternehmenslösungen zu fünf Prozent zu den Einnahmen beitragen.

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