WCM Sirius meldet Insolvenz an

Die Tochtergesellschaft Sirius hat einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Jetzt könne WCM seine Milliardenschulden schneller abbauen, sagte Vorstandschef Flach. Die Aktie fällt unter die Ein-Euro-Marke.

Frankfurt am Main - Wie die angeschlagene Beteiligungs- und Immobiliengesellschaft WCM  am Freitag mitteilte, hat die Sirius - an der die WCM mittlerweile 45 Prozent hält - den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt.

Die Banken der Sirius hatten vor einigen Wochen einen Kredit über knapp 600 Millionen Euro fällig gestellt. Sie wollen jetzt noch in diesem Jahr die dazu gehörenden Sicherheiten - immerhin gut 49 Prozent an der ebenfalls im MDax  gelisteten IVG Immobilien  - versteigern.

Die im Nebenwerteindex MDax notierte WCM-Aktie fiel am Nachmittag zeitweise um mehr als 20 Prozent und markierte ein Jahrestief bei 0,97 Euro. Die Deutsche Börse hatte das Papier zuvor rund eine Stunde lang vom Handel ausgeschlossen.

Sirius-Insolvenz macht IVG-Anteilsverwertung leichter

Die Sirius-Insolvenz verschafft nach Ansicht von WCM-Chef Roland Flach Raum für einen zügigen Schuldenabbau. "Die Sirius-Insolvenz hat keine direkte Auswirkung. Vielmehr kann jetzt die Verwertung der IVG-Aktien geregelt ablaufen und zu einem Abbau unserer Schulden beitragen", sagte Flach am Freitag zu Reuters.

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.