McDonald's Fette Gewinne

Die Bulettenbrater haben im Heimatmarkt USA Umsatz und Gewinn zweistellig steigern können. In Deutschland verläuft das Geschäft hingegen nur schleppend.

Oak Brook - Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald's  hat im dritten Quartal den Gewinn wie erwartet gesteigert und die Prognosen der Analysten sogar noch übertroffen. Wie das Unternehmen am Mittwoch an seinem Stammsitz Oak Brook mitteilte, stieg der Gewinn je Aktie zwischen Juli und September von 38 Cent in der Vorjahresperiode auf 43 Cent. Von First Call befragte Experten hatten im Schnitt nur mit einem Gewinn von 40 Cent je Aktie gerechnet.

Auch der Umsatz stieg den Angaben zufolge im dritten Quartal um elf Prozent auf 4,504 (Vorjahresquartal: 4,047) Milliarden Dollar. Zu verdanken hat McDonald's das Umsatz- und Gewinnplus vor allem dem US-Geschäft, das Rückgänge in Europa ausgleichen konnte. Neueingeführte Produkte in den USA hätten wieder mehr Kunden in die Schnellrestaurants der Fastfood-Kette gelockt.

Entsprechend stieg der Netto-Gewinn den Angaben zufolge um zwölf Prozent auf 547,4 Millionen Dollar, das Betriebsergebnis erhöhte sich gleichzeitig um 16 Prozent auf 963,9 Millionen Dollar. Ab 2005 peilt McDonald's - Betreiber von rund 30.000 Fastfood-Restaurants weltweit - ein jährliches Umsatzwachstum zwischen drei und fünf Prozent an.

McDonald's-Chef Jim Cantalupo betonte bei der Vorstellung der Zahlen, dass es notwendig sei, die Resultate in den größten Märkten zu verbessern, um die langfristigen Umsatz- und Gewinnziele zu erreichen. Cantalupo will die europäischen Kunden mit einem vielfältigeren Speiseangebot locken. Der Quartalsumsatz erhöhte sich in Europa um zehn Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. In Frankreich und Russland gab es eine starke Expansion. Dagegen verbuchten Deutschland und Großbritannien "negative Trends". Der US-Quartalsumsatz legte um 13 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar zu.

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