Grohe Es zieht sie an die Börse

Der weltweit führende Sanitärarmaturen-Hersteller Grohe möchte wieder an der Börse glänzen. Eine Entscheidung will das Unternehmen in einigen Monaten fällen. Vor drei Jahren hatte sich Grohe aus dem MDax verabschiedet.

Düsseldorf - Die Investmentbank Merrill Lynch sei mit der Prüfung aller Optionen für den Ausstieg der Investorengruppe BC Partners beauftragt worden, sagte Firmensprecher Bernd Buhmann am Montag. Oberste Präferenz sei aber der Börsengang. Eine Entscheidung werde in einigen Monaten fallen, sagte er, ohne einen genauen Termin zu nennen.

Ende 1999 hatte BC Partners im Zuge eines Management-Buy-Outs die damals im MDax gelistete Grohe übernommen. Im Jahr 2000 erfolgte das Delisting. Damals hieß es, nun könne man sich langfristigen Strategien widmen und die Quartalsberichterstattung außer Acht lassen. Nachdem die Expansion schneller voran gekommen war als geplant, hatte Vorstandschef Peter Körfer-Schün bereits im Jahr 2002 den baldigen Ausstieg von BC Partners angekündigt.

Umsätze und Gewinn fielen zurück

Im ersten Halbjahr 2003 haben das rückläufige Inlandsgeschäft und die Dollarschwäche das Unternehmen belastet. Wie Grohe Anfang September mitteilte, ging der Umsatz in den ersten sechs Monaten auf 454,3 (Vorjahr 470,3) Millionen Euro zurück und der operative Gewinn auf 65,5 (69,4) Millionen Euro.

Eine Prognose für das Gesamtjahr nannte Grohe nicht. 2002 hatte das Unternehmen bei einem Umsatz von 898 Millionen Euro ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von knapp 180 Millionen Euro erwirtschaftet.

Grohe ist nach eigenen Angaben in 140 Ländern präsent. Der Weltmarktanteil betrage rund zehn Prozent. 75 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen im Ausland. Nach jüngsten Berichten will der Vorstandsvorsitzende Peter Körfer-Schün die Zahl der Beschäftigten um rund 700 auf 6500 erhöhen.

Reichste Deutsche 2003: Familie Grohe

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