Nike Das Auslandsgeschäft brummt

Der weltgrößte Sportartikelhersteller steigert im ersten Quartal das Ergebnis und zieht die Aktien der Konkurrenten mit nach oben. Das Auftragsvolumen für die kommenden drei Monate dürfte Nike vor allem in Europa satte Geschäfte bescheren.

Beaverton - Nike  hat im ersten Geschäftsquartal (Ende August) sein Ergebnis überraschend deutlich gesteigert. Am Donnerstag nach Börsenschluss wies die Nike einen Gewinn je Aktie von 0,98 Dollar je Aktie aus. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 0,88 Dollar gerechnet.

Der Umsatz stieg um acht Prozent auf rund drei Milliarden Dollar. Zudem sei mit 43 Prozent bei der Bruttomarge ein Höchstwert in der Unternehmensgeschichte erreicht worden, freute sich Nike-Chef Philip Knight. Noch nie hat der Konkurrent von Adidas-Salomon , Puma  und Reebok  nach eigenen Angaben so viel in einem Quartal umgesetzt. Unter anderem hätten positive Währungseffekte die Ergebnisse beflügelt.

Von den guten Zahlen aus Übersee profitierten am Freitagmorgen auch die Aktien der Konkurrenten. Adidas-Salomon  kletterten bis 9.30 Uhr rund ein Prozent auf knapp 75,60 Euro. Puma  rückten sogar um mehr als drei Prozent auf 110,70 Euro vor

Ein Jahr zuvor Nike noch 0,81 Dollar je Titel vor Änderung des Bilanzierungsstandards erzielt. Inklusive der Auswirkungen infolge der Änderungen stand ein Minus von 0,18 Dollar je Aktie in den Büchern. Der Quartalsüberschuss stieg auf 261,2 Millionen Dollar gegenüber einem Fehlbetrag von 48,9 Millionen Dollar ein Jahr zuvor beziehungsweise einem Gewinn von 217,2 Millionen Dollar von der geänderten Bilanzierung.

Vorstand spricht von "großartigem Jahresviertel"

Nike-Chef Philip H. Knight zeigte sich zufrieden. "Nikes Ergebnisse des ersten Quartals zeigen ein weiteres großartiges Jahresviertel. Unsere weltweite Markenstärke und unsere anspruchsvollen Produkte haben zusammen mit positiven Währungseffekten die Ergebnisse des weltweiten Geschäfts auf Rekordniveaus getrieben."

Das Volumen der Aufträge für den Zeitraum September 2003 bis Januar 2004 bezifferte Nike auf 3,7 Milliarden Dollar. Das sei ein Plus von 10,5 Prozent gegenüber der entsprechenden Vorjahresperiode. Etwa drei Prozentpunkte dieses Zuwachses verdanke der Branchenprimus dem schwachen Dollar.

Zusätzlich könnten vier bis fünf Prozentpunkte dem früheren Start der Frühlingssaison für Sportschuhe in Europa zugeschrieben werden.

Nach Regionen aufgeteilt seien diese Aufträge in den USA um drei Prozent gesunken. In Europa schnellten sie dagegen um 28 Prozent und im asiatisch-pazifischen Raum um 19 Prozent hoch. In Europa habe der starke Euro sieben Prozentpunkte des Zuwachses beigesteuert.

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