WestLB Kasse machen mit Aktien

Die Westdeutsche Landesbank hat rund zwei Millionen Aktien der Deutschen Börse verkauft und damit mehr als 80 Millionen Euro erzielt. Der Verkauf an institutionelle Investoren stieß auf reges Interesse - die Aktie der Deutschen Börse steckt den Großverkauf gut weg.

Frankfurt am Main - Die Papiere seien für 43,60 Euro das Stück an institutionelle Investoren in den USA und Europa veräußert worden, teilte die Bank am Dienstag in Düsseldorf mit. Die mehrfach überzeichnete Transaktion habe damit ein Volumen von 85 Millionen Euro gehabt.

Der Verkaufspreis je Aktie habe einem Abschlag von 1,7 Prozent auf den Xetra-Schlusskurs vom Montag entsprochen. Der Verkauf sei für eine zur WestLB-Gruppe gehörende Aktieninvestmentgesellschaft durchgeführt worden.

Trotz der Platzierung der Aktien durch die WestLB am Montagabend und an diesem Dienstag zeigte sich die Aktie des Frankfurter Börsenbetreibers sehr robust und legte am frühen Nachmittag sogar weiter zu. "Die Nachfrage der Investoren ist groß. Das stützt den Kurs", sagte ein Händler aus München. Das sei bereits bei der Platzierung des Allianz-Anteils im Juli so gewesen.

Der Händler schloss aber aber ebenso wie andere Marktteilnehmer nicht aus, dass die WestLB derzeit im Interesse der Anleger Kurspflege betreibe, um die Aktie stabil zu halten. "Ich rechne daher damit, dass die Aktie erst in den nächsten Wochen schwächer notieren wird", sagte er.

"Nachdem sich mehrfach gezeigt hat, dass Aktien trotz Anteilplatzierungen teilweise am Ende eines Handelstages sogar zulegen konnten, ist auch der Druck durch Leerverkäufe am Markt deutlich gesunken", ergänzte ein Händler.

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