Märkte Konjunkturerwartungen treiben Dax an

Institutionelle Anleger schätzen die Konjunkturaussichten für Deutschland weiter positiv ein. Der ZEW-Konjunkturindikator steigt zum neunten Mal in Folge. Und tatsächlich gibt es auch positive Signale aus der Realwirtschaft.

Mannheim - Die Konjunkturaussichten für Deutschland haben sich im September einer Umfrage des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) zufolge weiter verbessert.

Der vom ZEW ermittelte Saldo der Konjunkturerwartungen der befragten Analysten und institutionellen Anleger sei auf 60,9 von 52,5 Punkten im August gestiegen, teilte das ZEW am Dienstag in Mannheim mit. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 59,0 Zähler gerechnet. Die Aktienmärkte in Frankfurt reagierten am Dienstagvormittag mit Kursgewinnen auf die neuen Nachrichten. Nach einem schwachen Start drehte der Dax  wieder ins Plus und notierte 0,8 Prozent fester bei 3545 Zählern.

"Die Analysten bestätigen somit die erwartete Konjunkturerholung zu Beginn des neuen Jahres", teilte das ZEW zum neunten Anstieg des Indikators in Folge mit. "Tatsächlich zeigen sich in Deutschland schon jetzt erste Zeichen einer möglichen Konjunkturbelebung."

Auch Fundamentaldaten geben Grund zur Hoffnung

Nicht nur wie bislang die Aktienmärkte, sondern auch erste Fundamentaldaten signalisierten nun eine beginnende Konjunkturerholung. Das Institut verwies dabei auf den Anstieg der Industrieproduktion und der inländischen Auftragseingänge im Juli. Der Indikator liegt nun seit drei Monaten über seinem historischen Mittelwert von 33 Punkten.

Das Stimmungsbarometer für die Euro-Zone legte den ZEW-Angaben zufolge auf 69,6 von 58,1 Punkten im August zu. Das ZEW befragt monatlich gut 300 Analysten und institutionelle Anleger zu ihren mittelfristigen Erwartungen hinsichtlich Konjunktur, Zinsen, Aktien- und Wechselkursen. Der Saldo der Konjunkturerwartungen gibt die Differenz der positiven und der negativen Einschätzungen für die Wirtschaftsentwicklung auf Sicht von sechs Monaten wider.

Die gegenwärtige Lage in Deutschland bewerten die Anleger und Analysten weiter sehr negativ. Der Saldo ihrer Einschätzung der gegenwärtigen Lage stieg lediglich um 0,9 Punkte auf minus 91,7 Zähler.

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