DaimlerChrysler Erster der "Big Three"

Chrysler-Chef Zetsche bleibt optimistisch. Die neun neuen Modelle sollen den Absatz deutlich ankurbeln. Außerdem hat sich der Konzern im Gegensatz zu Ford und GM bereits mit der US-Gewerkschaft geeinigt.

Frankfurt - Die Meldungen von der Internationalen Automobilausstellung IAA haben dem Kurs der DaimlerChrysler-Aktie  nicht helfen können: Nach deutlichen Verlusten der vergangenen Woche konnte sich die Aktie am Montag aber immerhin leicht erholen.

Grund ist unter anderem der ungebrochene Optimismus von Chrysler-Chef Dieter Zetsche. Trotz der schwachen US-Absatzzahlen im August hält Zetsche an seinen Jahreszielen für 2003 fest. Ein leicht positiver Operating Profit soll Ende des Jahres präsentiert werden, sagte Zetsche der "Automobilwoche". Auf der Vertriebsseite gebe es noch viel versprechende Sparpotenziale.

Bisher habe sich die DaimlerChrysler-Sparte fast nur auf Kostenerfolge stützen können. Das reiche nicht mehr aus, sagte Zetsche. Bald wolle das Unternehmen die "Absatzfrüchte der neuen Produkte ernten". Bis Ende 2004 will Chrysler neun neue Modelle auf den Markt bringen.

Einigung mit Gewerkschaft

Weiterhin stützte die Nachricht den Kurs, dass sich die Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) mit der DaimlerChrysler AG auf einen vorläufigen Vier-Jahres-Vertrag geeinigt hat. Details der Vereinbarung mit DaimlerChysler wurden nicht genannt. Die Verhandlungen mit der General Motors Corp (GM), Detroit, und der Ford Motor Co, Dearborn, werden fortgesetzt, wie die UAW am Montag weiter mitteilte.

Die Gewerkschaft hatte den Angaben zufolge gehofft, eine zeitgleiche Einigung mit den "Big Three" der US-Automobilindustrie zu erreichen. Mit GM und Ford konnte den Angaben zufolge aber noch keine Einigung erzielt werden.

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