General Motors Fünf Dollar je Aktie sind das Ziel

Der weltgrößte Autokonzern bestätigt trotz Konjunkturflaute seine bereits im Juli gesenkte Prognose für das laufende Geschäftsjahr. Der Aktie des US-Konzerns aber auch den deutschen Autowerten nützt dies nicht.

Frankfurt - General Motors  (GM) hat trotz der anhaltenden Konjunkturflaute seine Prognosen für 2003 bekräftigt. Im laufenden Geschäftsjahr strebe GM weiter einen Konzern-Gewinn je Aktie von fünf Dollar an, sagte Finanzchef John Devine am Mittwoch anlässlich der IAA in Frankfurt. Dies entspricht in etwa der bereits Mitte Juli gesenkten Jahresprogonose.

Aus dem US-Autogeschäft solle ein Gewinn je Aktie von 50 Cent erzielt werden. Die Investitionen des Konzerns beliefen sich im laufenden Geschäftsjahr auf leicht unter sieben Milliarden Dollar, fügte er hinzu.

Den Auto-Aktien in Frankfurt indes nützte die Nachricht wenig. Volkswagen , DaimlerChrysler  und BMW  notierten den zweiten Tag in Folge in der Verlustzone und gaben gegen Nachmittag zwischen 2,60 und 3,70 Prozent ab. Die Aktien von GM eröffneten in New York mit Abschlägen vorn rund einem Prozent.

Im zweiten Quartal hatte GM wegen der schwachen Autokonjunktur, kostenintensiver Rabattprogramme und der vorübergehenden Schließung eines wichtigen Werkes einen deutlichen Gewinnrückgang hinnehmen müssen. Dennoch ist der US-Konzern optimistisch, im Gesamtjahr die Ergebnisprognosen der Analysten zu erfüllen oder sogar übertreffen zu können.

Kaufanreize auf dem US-Markt könnten zurückgehen

Für den hart umkämpften US-Markt könnte nach Ansicht von GM-Chairman Rick Wagoner bei einer nachhaltigen Konjunkturerholung die Spitze der von den Autobauern ausgegebenen Kaufanreize bald erreicht sein. "Wenn das passiert, rechne ich nicht damit, dass die Kaufanreize weiter so schnell steigen", hatte Wagoner am Dienstag auf der IAA gesagt. Die massiven Rabatte und Kaufanreize dürften stagnieren oder könnten sogar zurückgehen.

Der seit rund zwei Jahren bestehende harte Preiskampf in den USA macht zunehmend auch den deutschen Autobauern zu schaffen. So verlor die Mehrzahl von ihnen im August in den USA Marktanteile. Um die Kundschaft trotz der Konsumflaute zum Autokauf zu bewegen, locken die US-Konzerne unter anderem mit zinslosen Krediten.

Rahmenabkommen von GM und Fiat unverändert

Zur Rolle von GM bei der Restrukturierung der angeschlagenen Fiat  Auto sei noch keine Entscheidung gefallen, hatte Wagoner gesagt. Es habe keine Veränderungen an dem Rahmenabkommen zwischen GM und dem italienischen Industrie- und Autokonzern Fiat, das auch Fiat Auto einschließt, gegeben. GM ist mit 20 Prozent an Fiat Auto beteiligt. Die Italiener haben das Recht, die restlichen Anteile der Sparte im kommenden Jahr an GM zu verkaufen. Fiat Auto leidet allerdings seit einigen Jahren unter hohen Verlusten.

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