Mobilfunk Mit einem Handy um die Welt

Führende Firmen haben sich auf einen Standard für die nächste Generation der Mobiltelefone geeinigt. Damit soll möglich werden, mit ein und demselben Handy auf der ganzen Welt zu telefonieren und Daten zu übertragen.

London - Die Übereinkunft ist auf einem Treffen der Operators Harmonisation Group erzielt worden, teilte das Technikkonsortium am Freitag mit. Damit sind die Chancen gestiegen, daß nach Europa und Japan auch die USA sich am kommenden Mobilfunkstandard "Universal Mobil Telecommunication System" (UMTS) beteiligt und damit Handynutzer mit ein und demselben Mobilfunktelefon weltweit erreichbar sind. Bisher sind zum Beispiel die meisten handelsüblichen europäische Mobiltelefone in den USA nicht zu gebrauchen.

Mit dem sogenannten UMTS soll nun der Weg für die weltweit einheitliche Nutzung von Multimedia-, Internet- und Videoangeboten per Handy freigemacht und zugleich die bisher konkurrierenden Mobilfunksysteme harmonisiert werden. So benutzen die meisten Handys in Europas das Globale System for Mobilcommunications (GMS), in Japan gibt es das sogenannte PDC und in den Vereinigten Staaten gibt es mehrere unterschiedliche Netze.

An der Übereinkunft beteiligen sich mehr als 30 der weltgrößten Mobilnetzbetreiber und mehr als ein Dutzend Ausrüstungshersteller, darunter die amerikanische AT&T, die Telekom-Tochter T-Mobil sowie führende Handy-Hersteller wie Nokia, Motorola und Siemens. Diese vereinbarten, den neuen Standard auf Internet-Basis mit neuen Entwicklungen zu unterstützen.

Die ersten Anwendungen sollten bereits in diesem Jahr getestet werden. Eine breite Akzeptanz der dritten Generation des Mobilfunks sei aber erst im Jahr 2005 zu erwarten. Die an der Übereinkunft beteiligten Unternehmen versprechen sich Einsparungen in Milliardenhöhe.