Aktienfonds Indonesien vor dem Comeback?

Für Aktienfonds gibt es kein besseres Argument als den Zugang zu sonst schwierigen, spekulativen Fernost-Märkten. Risikofreudige Anleger könnten in Indonesien vom möglichen Aufschwung profitieren.

Jakarta - Mit Verlusten bis zu 70 Prozent hat die Krise in Indonesien das Ergebnis der Aktienfonds für diese Region gehörig verhagelt. Mit den laufenden, derzeit noch friedlichen Wahlen und dem sich abzeichnenden Sieg der Oppositionspartei wird aber jetzt ein Aufschwung erwartet.

Zum Wochenanfang legte der Index in Jakarta gleich zwölf Prozent zu. Am Mittwoch ließen die Kurse der indonesischen Aktien zwar leicht wieder nach. Der Optimismus sei aber nach wie vor vorhanden, hieß es an der Börse. Die Zahl der Anleger überwiege, die ihre Bestände bis zur Bekanntgabe des Wahlausgangs behielten.

Andere Händler sprachen von einer gesunden Tageskorrektur. Langfristig dürften die Aktienkurse steigen. Analysten sagten, die Investoren nähmen wahr, daß die indonesische Wirtschaft Anzeichen der Erholung zeige.

Anleger haben die Wahl zwischen zwei Fonds, die sich nur um indonesische Werte kümmern. Der Fidelity Indonesia (Wertpapier-Kennummer: 433 697) verwöhnte Investoren bis Ende April mit einem Halbjahres-Plus von rund 106 Prozent. Vom Programm her gehört der Fonds zu den sehr spekulativen Anlagen - das Management in Hongkong darf sogar in nicht-börsennotierte Papiere investieren.

Als Alternative bietet sich der Dresdner RCM ASF Indonesien an. Der Fonds hält mit einem verwalteten Vermögen von rund zehn Millionen Euro nur ein Zehntel des Fidelity-Fonds und könnte somit in diesem engen Markt flexibler reagieren. Die Wertentwicklung liegt etwas unter dem Fidelity-Angebot. Der Fonds wird in Hongkong gemanagt und ist bei der Dresdner Bank zu haben.