Mannheimer Klar für die Übernahme

Die Verträge der Mannheimer-Leben-Kunden sollen so rasch wie möglich an den Protektor übertragen werden. Eine entsprechende Einigung erzielten die Verhandlungspartner am Freitag. Nun muss die Finanzaufsicht noch zustimmen.

Berlin - Die Protektor Lebensversicherungs-AG und die Mannheimer Holding haben sich "im wesentlichen auf einen Vertrag zur Übertragung des Versicherungsbestandes" der Mannheimer Leben verständigt. Wie die Auffanggesellschaft des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, Protektor, am Freitag in Berlin mitteilte, wurde dieser "substanzielle Fortschritt" bei den seit 12. August laufenden Verhandlungen in der vergangenen Nacht erreicht.

Der Vertrag werde der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nun zur Vorprüfung vorgelegt, damit diese sehr rasch einen endgültigen Vertrag genehmigen könne, teilte Protektor am Freitag mit. Die Komplettierung der Anlagen sowie die Prüfung der Bilanz der Mannheimer Lebensversicherung AG stehe allerdings noch aus.

Anfang August hatte Protektor-Vorstand Günter Borst angekündigt, die Übertragung des Vertragsbestands der Not leidenden Mannheimer Leben an die Auffanggesellschaft werde bis September abgeschlossen sein. Der Bestand von rund 344.000 Verträgen soll innerhalb von drei bis fünf Jahren für einen Verkauf an einen Lebensversicherer attraktiv gemacht werden.

Die Mannheimer Lebensversicherung war Mitte Juli auf Grund einer finanziellen Schieflage von der Auffanggesellschaft Protektor übernommen worden. Nach der Übernahme hatten BaFin und GDV betont, die Verträge der Lebensversicherungsnehmer der Mannheimer seien nicht gefährdet.

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