Allianz Endlich wieder Gewinne

Analysten erwarten, dass der Finanzkonzern erstmals seit einem Jahr wieder einen Quartalsgewinn ausweist. Bei den Vierteljahreszahlen am Donnerstag blicken Investoren vor allem auf die Entwicklung der Tochter Dresdner Bank.

München - Der Finanzkonzern Allianz  wird am Donnerstag nach Einschätzung von Analysten erstmals seit einem Jahr wieder einen Quartalsgewinn ausweisen. Dank der seit März anhaltenden Erholung der Aktienmärkte dürften die ergebnisbelastenden Abschreibungen auf das Wertpapier-Portfolio deutlich gesunken sein, erwarten Beobachter.

Die von der Nachrichtenagentur vwd befragten Analysten rechnen im Durchschnitt mit einem Gewinn nach Steuern von 225 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr ein Minus von 356 Millionen Euro zu Buche stand. Im ersten Quartal belief sich der Verlust auf 520 Millionen Euro.

Die Beitragseinnahmen sollten den Prognosen zufolge gegenüber dem Vorjahresquartal von 13,2 Milliarden auf 13,6 Milliarden Euro gestiegen sein.

Blick auf Dresdner Bank

Besonderes Interesse gilt der Entwicklung der Dresdner Bank. Trotz der Fortschritte bei der Kostensenkung dürfte im zweiten Quartal bei der Bank ein Verlust von 110 Millionen bis 230 Millionen Euro angefallen sein, erwarten Analysten.

Marktteilnehmer gehen davon aus, dass der seit Mai amtierende Allianz-Vorstandsvorsitzende Michael Diekmann weitere Einsparungen ankündigen wird. Dabei werde es aller Voraussicht nach auch um die Streichung weiterer Stellen gehen.

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