Ebay Weniger Gewinn

Ein US-Richter verpasste dem Online-Versteigerer eine Millionen-Strafe. Nun korrigiert Ebay seinen Gewinn für das zweite Quartal nach unten.

New York - Ein Urteil mit Konsequenz - in der vergangenen Woche wurde Ebay  wegen Patentverletzungen zu 29 Millionen Dollar Strafe verurteilt.

Nun korrigiert der weltgrößte Online-Versteigerer deshalb seine Bilanz nach unten. Statt 109 Millionen Dollar Gewinn im zweiten Quartal, mache das Unternehmen nur noch 91,8 Millionen Dollar Gewinn.

Pro Aktie reduziert Ebay damit den Gewinn um 14 Cents auf Basis eines Aktiensplits. Vor dem Aktiensplit würde es 28 Cents pro Aktie geben, im Juli hatte Ebay noch 33 Cents versprochen.

Grund für die Bilanzkorrektur ist ein Gerichtsurteil aus der vergangenen Woche. Ein Richter verurteilte Ebay zu einer Strafe von 29 Millionen Dollar, da das Unternehmen Patentrechte verletzt hatte. Dabei geht es um ein Patent für die so genannte Sofort-Kaufen-Option. Diese ermöglicht den Kunden des Online-Auktionshauses, das normale Versteigerungsverfahren zu umgehen und das jeweilige Produkt zu einem Festpreis zu erwerben.

Doch diese Option war ganz offensichtlich nicht ein Eigenprodukt von Ebay-Gründer Pierre Omidyar. Der Gründer des US-Unternehmens Thomas G. Woolston kritisierte, dass Ebay in diesem Sofort-Kauf-Bereich das Patentrecht verstoßen habe. Denn Woolston hatte bereits im Frühjahr 1995 drei entsprechende Patente für Programme und Verfahren von Internetauktionen registriert und kam dem Ebay-Gründer Pierre Omidyar damit ein halbes Jahr zuvor. Woolston hatte im Jahr 2001 Klage gegen Ebay eingereicht.

Ebay teilte nun mit, dass mit der Steuerersparnis durch die verlustigen 29 Millionen Dollar der Gewinn im zweiten Quartal um 17,9 Millionen Dollar sinke. Ein US-Richter verpasste dem Online-Versteigerer eine Millionen-Strafe. Nun korrigiert Ebay einen gewinn für das zweite Quartal nach unten.