Auftragseingang Nachfrage zieht an

Die deutsche Industrie profitierte im April von einer deutlich erhöhten Nachfrage. Aufholen konnte vor allem der Osten.

Bonn - Preis- und saisonbereinigt stieg der Auftragseingang im April um 3,3 Prozent. Die neuen Aufträge für die deutsche Industrie aus dem Inland nahmen den Angaben zufolge im April um 2,2 Prozent zu, die aus dem Ausland sogar um 5,1 Prozent.

Die verarbeitenden Untenehmen in den alten Ländern verzeichneten im April ein Orderplus von 3,1 Prozent, die ostdeutschen Betriebe sogar einen Zuwachs um 5,8 Prozent. Im Westen wie im Osten war die Nachfrage nach deutschen Industriegütern überdurchschnittlich hoch. Die ostdeutschen Betriebe verzeichneten sogar einen Orderzuwachs von gut zehn Prozent aus dem Ausland.

Im März hatte der Wirtschaftszweig nach revidierten Zahlen einen Orderrückgang um 0,7 Prozent verbucht. Damit wurde der vorläufige März-Wert um einen Prozentpunkt nach oben gesetzt. Auch das vorläufige April-Ergebnis könnte noch geändert werden, erklärte das Ministerium. Jedoch dürfte der revidierte Wert dann eher schlechter ausfallen.

Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ging das Auftragsvolumen in den Monaten März/April bundesweit um 1,4 Prozent zurück, wie das Ministerium weiter mitteilte. Im Westen gingen die neuen Aufträge um 1,6 Prozent zurück, im Osten nahmen sie um 0,4 Prozent zu.