Japan Nikkei schießt auf Elf-Monatshoch

Hoffnungsschimmer in Fernost: Der japanische Leitindex zeigt wieder alte Stärke. Analysten revidieren ihre Wachstumsprognosen nach oben.

Tokio - Im Land der aufgehenden Sonne mehren sich die Anzeichen einer vorsichtigen Konjunkturerholung. Zwar sind Volkswirtschaftler nach wie vor vorsichtig und warnen vor möglichen Rückschlägen, allerdings hellt sich die Stimmung deutlich auf.

Vor allem an der Börse ist der neue Optimismus zu spüren. So hat der Nikkei am Montag auf einem Elf-Monatshoch geschlossen. Das Börsenbarometer ging 2,6 Prozent fester auf 9795 Punkten aus dem Handel.

"Ich glaube der Nikkei-Index wird im Laufe dieser Woche die Marke von 10.000 Punkten testen", sagte Finanzstratege Toshihiko Matsuno von Sakura Friend Securities. Die Aktien der Technologiehersteller legten unterdessen meist zu und bauten die Gewinne der Vorwoche zum Teil noch weiter aus. Allein NEC  gewannen 7,8 Prozent auf 800 Yen. Die Papiere waren in den vergangenen sieben Handelstagen um fast 50 Prozent gestiegen.

Erst im April ist der Nikkei auf ein 20-Jahrestief unter die 8000-Punkte-Linie gefallen. Den Tiefststand markierte der Index bei 7603 Zählern. Auf dieses Niveau wird die Börse nach Ansicht von Marktexperten jedoch nicht wieder zurückfallen. Merrill Lynch hat sich am Montag zur Wirtschaftslage geäußert und darauf hingewiesen, dass die Chancen einer Erholung gestiegen seien. Zwar könne noch nicht von einem Ende der Deflation gesprochen werden, so Merrill-Lynch-Ökonom Takuji Aida, allerdings bessere sich die Situation.

Lehman Brothers hat am Montag seine Prognosen für das zweite Quartal erhöht. Zudem solle sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Halbjahr beschleunigen. Hauptantreiber der Konjunktur wäre ein wieder lebendigerer Export und steigenden Inlands-Investitionen.

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