Hypovereinsbank Einstieg in Italien

Die Bank will langfristig mit bis zu 20 Prozent beim ältesten Bankhaus der Welt, der toskanischen Finanzgruppe Monte dei Paschi di Siena, einsteigen.

München - In einem Interview der Zeitung "Il Sole 24 Ore" sagte Hypovereinsbank-Chef Albrecht Schmidt, sein Institut wolle mittels eines Aktientauschs eine Partnerschaft mit toskanischen Finanzgruppe Monte dei Paschi di Siena (MPS), Siena, aufbauen. "Die Erfahrung hat gezeigt, daß eine gute und dauerhafte Partnerschaft besser funktioniert und stabiler ist, wenn auch beim Anteilsbesitz eine Beziehung besteht", wird Schmidt zitiert.

Dem Bericht zufolge strebe die Hypovereinsbank eine endgültige Beteiligung von 20 Prozent an. Am 14. Juni werden bis zu 28 Prozent der MPS-Anteile öffentlich angeboten, wobei zwei Prozent für internationale Allianzen bereitstehen.

Spekulationen, wonach die HypoVereinsbank das Zwei-Prozent-Paket erwirbt, gibt seit einigen Tagen. Eine Stellungnahme von MPS war zunächst nicht zu erhalten. Vorsicht ist bei solchen Kommentaren aber auch geboten, denn die Börsenaufsicht kontrolliert derzeit jegliche Äußerung im Zusammenhang mit der Privatisierung sehr scharf.

MPS, gegründet 1472, gilt als ältestes Bankhaus der Welt. Der Börsengang ist der erste in Italien, bei dem der definitive Preis pro Aktie erst nach der Zeichnungsfrist bekanntgegeben wird.