Alstom Börsenaufsicht prüft die Bilanz

In die Bücher der US-Tochter des französischen Konzerns haben sich Fehler eingeschlichen. Die SEC untersucht den Vorfall, zwei Manager wurden bereits suspendiert.

Paris - Eine US-Tochter des Verkehrstechnikkonzerns Alstom  muss nach einer internen Prüfung zusätzliche Abschreibungen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2002/2003 (bis Ende März) vornehmen. Bei Alstom Transportation Inc. (ATI) seien Unregelmäßigkeiten in den Büchern aufgetaucht, die eine außerordentliche Belastung in Höhe von 51 Millionen Euro nach Steuern erforderlich machten, teilte das Unternehmen am Montag in Paris mit.

Der Abschreibungen würden rückwirkend vorgenommen. Die beiden verantwortlichen Manager der US-Tochter wurden vorläufig suspendiert.

Für die Vorgänge bei ATI interessiert sich auch die US-Börsenaufsicht SEC. Die Behörde habe eine informelle Untersuchung eingeleitet. "Alstom kooperiert vollständig mit den ermittelnden Behörden", hieß es.

Die Börse reagierte mit Kursabschlägen. Alstom-Aktien notierten am Montagmorgen rund 3,8 Prozent schwächer auf 3,02 Euro.

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