Insiderhandel Rewe-Deal hat ein Nachspiel

Nach der Übernahme von Bon appétit durch Rewe ermittelt nun die Börse in Zürich.

Zürich - Wegen möglichen Insiderhandels im Zuge der Übernahme des Schweizer Lebensmittelhändlers Bon appétit durch den deutschen Rewe-Konzern ermittelt nun die unabhängige Überwachungsstelle der Zürcher Börse SWX.

Die Stelle habe eine entsprechende Voruntersuchung eröffnet, bestätigte ein SWX-Sprecher am Donnerstag einen Bericht der Schweizer Wirtschaftszeitung "Cash".

Wie diese in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hatten die Bon appétit-Titel an den sechs vorangehenden Handelstagen ohne erkennbaren Grund fast 30 Prozent an Wert gewonnen. Das Handelsvolumen belief sich durchschnittlich auf 23.000 Titel pro Tag, wogegen einige hundert bis 3000 täglich üblich seien.

Rewe, die Nummer drei unter den europäischen Handelsunternehmen (MiniMal, Penny), hatte am Dienstag die Curti & Co. AG erworben, die 53 Prozent an Bon appétit hält. Der Kaufpreis wurde mit 160 Millionen Franken (104 Millionen Euro) angegeben. Bon appétit ist der drittgrößte Schweizer Lebensmittelhändler.