Infineon Die Hoffnung ist zurück

Die Deutsche Bank denkt um und verdoppelt ihr Kursziel für den Chiphersteller. Mit einer deutlichen Erholung der Chippreise sei zu rechnen. Damit der Kurs kräftig steigen kann, muss allerdings Siemens stillhalten.

Frankfurt am Main - Die Deutsche Bank hat die Aktien des Halbleiterherstellers Infineon wegen der günstigen Preisentwicklung bei DRAM-Speicherchips von "Verkaufen" auf "Kaufen" heraufgestuft. Die DRAM-Kontraktpreise hätten früher als erwartet ihren Tiefpunkt überwunden, begründeten die Analysten ihren ungewöhnlichenSchritt in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Gleichzeitig verdoppelten sie ihr Kursziel von 6,00 auf 12,00 Euro.

Zweistelliger Preisanstieg bei Chippreisen möglich

Die DRAM-Lagerbestände seien derzeit niedrig und es sei mit einer saisonalen Erholung zu rechnen, hieß es in der Kurzstudie weiter. Der durchschnittliche DRAM-Kontraktpreis wird sich nach Ansicht der Analysten im dritten Kalenderquartal auf 4,30 US-Dollar erhöhen - das sei ein Anstieg um 11 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Im vierten Kalenderquartal sei mit einem Anstieg um 16 Prozent auf 5,00 US-Dollar zu rechnen.

Einen weiteren positiven Ergebnisbeitrag werde die steigende Nachfrage nach dem neuen DRAM-Speicherchip DDR-400 liefern. Risiken für die Kursentwicklung bestünden in einer weiteren Abschwächung des US-Dollar, einer unerwartet geringen Nachfrage im dritten Geschäftsquartal und dem hohen Infineon-Aktienbestand bei der früheren Muttergesellschaft Siemens.

Aktien-Check: Infineon wieder gefragt

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