Intel Beruhigungspille für die Branche

Der Chiphersteller sieht noch kein Ende der Flaute. Dennoch hält Intel an seiner präzisierten Umsatzprognose fest. Anleger der Hightechbranche reagieren erleichtert.

Santa Clara - Die freundliche Stimmung im Hightech-Sektor hält an. Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat seine Prognose für den Umsatz im laufenden zweiten Quartal auf einen engeren Rahmen präzisiert und weiterhin von einem schwierigen Markt gesprochen. Dennoch legte die Aktie von Intel  zum Wochenschluss in Frankfurt deutlich zu und zog auch den Chiphersteller Infineon  mit nach oben.

Der Umsatz in dem Quartal (28. Juni) dürfte 6,6 bis 6,8 Milliarden US-Dollar betragen, teilte Intel am Donnerstag in Santa Clara nach US-Börsenschluss mit. Bislang hatte die Prognose bei 6,4 bis sieben Milliarden Dollar gelegen. Die anderen Schätzungen blieben unverändert, hieß es. Die Nachfrage nach Kommunikationsprodukten sei weiter schwach. Dennoch zeigten sich Investoren erleichtert, dass die Umsatzprognosen nicht nach unten revidiert wurden.

Einer Umfrage von First Call zufolge rechnen Analysten bislang für das zweite Geschäftsquartal bei Intel mit einem Umsatz von 6,6 Milliarden Dollar und einem Gewinn je Aktie (EPS) von 13 Cent.

Preiserhöhung drückt den Umsatz

Der Rückenwind hält an, obwohl das Geschäft mit Kommunikations-Chips wie Flash Memory Chips in Mobiltelefonen oder Digitalkameras nach Angaben von Intel schlechter als erwartet war. Im Dezember hatte der Chiphersteller die Preise für Flash Memory Chips um rund 40 Prozent erhöht. Finanzchef Andy Bryant sagte, dies habe die Umsätze stärker als erwartet gedrückt.

Das Geschäft mit Mikroprozessoren verläuft dagegen zufriedenstellend. Große Hoffnungen ruhen auf dem neuen Chip Centrino, der vor allem in Notebooks eingesetzt wird.