DaimlerChrysler Anleihe wird mit neuen Konditionen fortgesetzt

Der Autobauer will trotz der überraschend schlechten Chrysler-Zahlen nun doch eine milliardenschwere Anleihe ausgeben. Der Zinssatz könnte höher ausfallen.

Stuttgart - Der Autokonzern DaimlerChrysler  will die nach der Gewinnwarnung für die US-Sparte Chrysler unterbrochene Begebung einer milliardenschweren Anleihe fortsetzen. Die Nachfrage institutioneller Anleger habe den Konzern zur Wiederbelebung der Anleihe mit einem Volumen von 2,5 Milliarden Euro bewogen, sagte ein Sprecher des Stuttgarter Autobauers am Donnerstag.

Noch am Mittwoch hatte der Konzern mitgeteilt, die Anleihe zurücknehmen zu wollen. "Wir wollten unseren Investoren ein vollständiges Bild geben", hatte ein Sprecher den Schritt begründet. Nach dem Milliarden-Quartalsminus bei Chrysler hatte der Konzern seine operative Gewinnerwartung für das laufende Jahr von 5,8 auf fünf Milliarden Euro heruntergeschraubt.

Spekuliert wird darüber, dass der Zinssatz für die Anleihe jetzt möglicherweise höher ausfallen wird. Bislang war die Anleihe über die Deutsche Bank, die Barclays Bank und die Bank of America abgewickelt worden.

An der Börse hat die Aktie ihre jüngste Talfahrt fortgesetzt. Am Nachmittag notierte das Papier mit rund 1,7 Prozent im Minus auf 25,81 Euro.

Händler erklärten die Kursverluste mit weiteren negativen Analystenkommentaren nach den enttäuschenden Konzernmeldungen. Die Analysten von Lehman Brothers senkten ihr Kursziel von 39 auf 32 Euro und bestätigten den Titel mit "Underweight". Zudem reduzierten sie ihre Gewinnprognosen für die Jahre 2003 und 2004. Auch Goldman Sachs kürzten die Prognosen und setzte den Wert erneut auf "In-Line". Bei den Ergebnisse sei auch im kommenden Jahr nicht mit einer Verbesserung zu rechnen. Merrill Lynch nahm ebenfalls die Erwartungen zurück.

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