US-Absatz Porsche erzielt Rekordzahlen

Die deutschen Autohersteller haben mit Ausnahme von Volkswagen ihren Absatz in Nordamerika im Mai gesteigert.

Hamburg - Gewinner des Monats Mai ist der Sportwagenhersteller Porsche: Die Zuffenhausener verbuchten dank des neuen Geländewagens Cayenne einen Absatzrekord von 3239 Fahrzeugen.

Bei VW brachen die Verkäufe dagegen um 13 Prozent auf 27.941 Autos ein. Dennoch bleibe Volkswagen weiterhin die führende europäische Automarke in den USA, betonte der Konzern am Dienstag. Der weltgrößte Autohersteller General Motors  (GM) steigerte im Mai seinen US-Absatz um vier Prozent auf 435.495 Fahrzeuge.

Geschäft bleibt mau

Der Cayenne, der seit März in Nordamerika angeboten wird, sei 1479 Mal verkauft worden, berichtete Porsche. Der Mai-Absatz sei dadurch um 34 Prozent besser ausgefallen als 2002. Das Geschäft mit Sportwagen sei dagegen wegen der US-Konjunkturschwäche und der Flaute auf dem Automobilmarkt erneut hinter dem Vorjahr zurückgeblieben.

Vom 911 und dem Boxster wurden den Angaben nach 1760 Fahrzeuge ausgeliefert und damit 27 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Besonders schwer traf es den Boxster mit einem Einbruch um 40 Prozent auf 737 Fahrzeuge. Vom 911 wurden 1023 Autos verkauft, ein Minus von 14 Prozent.

BMW legt um neun Prozent zu

Einen kräftigen Zugewinn verbuchte BMW  mit einem Absatzplus von neun Prozent auf 25.765 Einheiten. Unverändert stark bleibe die Nachfrage nach dem Mini, hieß es. Im Mai wurden 3310 Minis abgesetzt - fast doppelt so viele wie vor einem Jahr.

Unterschiedlich entwickelte sich der Absatz bei DaimlerChrysler  Während die Marke Mercedes-Benz mit 19.167 Autos sechs Prozent mehr ausliefern konnte, verkaufte Chrysler mit 217.411 Einheiten drei Prozent weniger als vor einem Jahr.

Audi hängt Mutterkonzern ab

Bei Volkswagen  liegt der Absatz seit Beginn des Jahres mit 120.150 Fahrzeugen um 12,5 Prozent hinter dem Stand des Vorjahres zurück. Die VW-Tochter Audi konnte dagegen den Absatz im Mai um 1,9 Prozent auf 7857 Fahrzeuge steigern.

Der US-Autohersteller Ford konnte im vergangenen Monat den Abwärtstrend in seinem Heimatmarkt abbremsen. In den USA seien im Mai mit 327.666 Fahrzeugen 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor gekauft oder geleast worden, teilte die Ford Motor Company in Dearborn mit.

Im April hatte das Minus noch bei 2,9 Prozent gelegen. Für das zweite Quartal schraubte das Unternehmen unterdessen seine geplante Produktion in Nordamerika leicht nach oben.

Angepeilt werde nun die Herstellung von einer Million Fahrzeugen und damit 10.000 Einheiten mehr als ursprünglich avisiert, hieß es. Im zweiten Quartal des Vorjahres waren bei Ford allerdings noch 1,175 Millionen Fahrzeuge vom Band gerollt. Sowohl bei GM als auch bei Ford legten die Verkäufe von Geländewagen stark zu, während der Absatz reiner Pkw deutlich zurückging.

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.