Medion Die Wachstumsmaschine aus dem MDax

Trotz Konjunkturflaute hat der Aldi-Zulieferer seinen Gewinn um über 20 Prozent gesteigert.

Düsseldorf - Der Elektronikgroßhändler Medion  hat im ersten Quartal 2003 Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern legte um 22,2 Prozent auf 43 Millionen Euro zu, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Mittwoch mit. Der Umsatz verbesserte sich um 21 Prozent auf 725,1 Millionen Euro. Damit lag der Essener Konzern beim Ergebnis im Rahmen der Erwartungen von Analysten, beim Umsatz etwas darüber.

Das Ergebnis nach Steuern stieg im ersten Quartal 2003 auf 25,4 (20,7) Millionen Euro. Zugleich äußerte sich Medion zuversichtlich, die Wachstumsprognosen in diesem Jahr zu erreichen. Medion hatte im März erstmals der schwachen Konjunktur Rechnung gezollt und für 2003 seine Wachstumsziele auf 15 bis 20 Prozent herunter geschraubt. Beim Börsengang 1999 war ein jährliches Wachstum von 25 bis 30 Prozent geplant und bislang auch immer erreicht oder übertroffen worden.

Von Reuters befragte Analysten hatten für das erste Quartal beim Ebit im Durchschnitt mit einem Wachstum auf 42,5 Millionen Euro bei einem Umsatz von rund 718,6 Millionen Euro gerechnet.

Medion teilte weiter mit, die internationalen Aktivitäten weiter ausgebaut zu haben. Der Auslandsumsatz sei im abgelaufenen Quartal um knapp 50 Prozent auf 231 Millionen Euro gestiegen. Der Ausbau des Auslandsengagements solle weiter vorangetrieben werden.

Im vergangenen Jahr hatte Medion trotz der Konsumflaute Gewinn und Umsatz um rund ein Viertel gesteigert. Der Umsatz stieg um 24 Prozent auf 2,63 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) legte gut 26 Prozent auf 152,9 Millionen Euro zu. Für 2002 sollen die Aktionäre eine um zehn Cent auf 0,60 Euro pro Aktie erhöhte Dividende erhalten.

Medion vertreibt überwiegend über Discounter wie Plus und Aldi in großen Stückzahlen Heimcomputer sowie Elektronikartikel aus den Bereichen Haushalt und Unterhaltung.

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