Nestlé Starker Franken, späte Ostern

Der Nahrungsmittelriese hat im ersten Quartal deutlich weniger umgesetzt als erwartet.

Zürich - Der Schweizer Nahrungsmittelkonzern Nestlé  hat im ersten Quartal dieses Jahres 7,5 Prozent weniger Umsatz erzielt als im ersten Quartal des Vorjahres. Der Konzern meldete einen Umsatz in Höhe von 19,71 Milliarden Schweizer Franken. Dies war deutlich unter den von Analysten erwarteten 20,2 Milliarden Franken.

Der Osterhase kam erst im April

Nestlé führt den Rückgang unter anderem auf den späten Ostertermin sowie auf den starken Schweizer Franken zurück. Bei konstanten Wechselkursen wären die Verkäufe um 6,3 Prozent gestiegen. Dies entspreche einem organischen Wachstum von 4,6 Prozent, hieß es.

Das interne Realwachstum lag mit 2,5 Prozent aber unter den eigenen Zielsetzungen. Konzernchef Peter Brabeck hofft auf eine Beschleunigung des Wachstums im weiteren Verlauf des Jahres.

"Enttäuschende Zahlen"

"Die Zahlen waren sehr enttäuschend", sagte ein Aktienhändler in Zürich. Bereits am Vortag hatte der Kurs um fast zwei Prozent verloren.

Nestlé erwartet ein organisches Wachstum von fünf bis sechs Prozent. Künftig werde die Kenngröße internes Realwachstum (RIG) als Wachstumsangabe fallen gelassen, sagte Finanzvorstand Wolfgang Reichenberger am Mittwoch auf einer Telefonkonferenz im Anschluss an die Quartalszahlen. Durch die Umstellung verspricht sich der Konzern eine bessere Vergleichbarkeit mit den Konkurrenten.