Philips Verlust wie erwartet

Der Chipsektor soll wieder rentabel arbeiten. Das hilft der Aktie von Infineon.

Amsterdam - Der niederländische Elektronikkonzern Philips  hat für das erste Quartal 2003 wie erwartet einen Netto-Verlust von 69 Millionen Euro ausgewiesen, jedoch mit 6,5 Milliarden Euro einen deutlich niedrigeren Umsatz als angenommen erzielt. Die Aktie hat am Dienstag zunächst ein Prozent leichter auf 16,14 Euro eröffnet.

Chipsektor soll Ende des Jahres rentabel arbeiten

Der Konzern will seine Kosten weiter senken. Konzernchef Gerard Kleisterlee bekräftigte am Dienstag in Amsterdam die Prognose, dass der mit Schwierigkeiten kämpfende Chip-Sektor im vierten Quartal wieder rentabel arbeiten werde. Diese positive Nachricht beflügelte am Morgen die Aktien von Infineon . Der Wert kletterte um 2,70 Prozent.

Für den Konzern als Ganzes machte der drittgrößte europäische Chip-Hersteller keine Voraussage. Allerdings warnte das Unternehmen, die mit dem Dollar zusammenhängenden Wechselkursschwankungen könnten den Absatz weiterhin belasten und in geringerem Umfang auch den Umsatz.

Operativ verdiente Philips in den drei Monaten 32 Millionen Euro und damit etwas weniger als 15 von Reuters befragte Analysten im Durchschnitt mit 34 Millionen Euro erwartet hatten. Dabei reichten die Prognosen von einem Gewinn von 100 Millionen bis zu einem Verlust von 178 Millionen Euro. Den Umsatz hatten sie mit 7,19 Milliarden Euro vorausgesagt.

Für die schwache Umsatzentwicklung machte der Konzern saisonale Gründe, den niedrigen Dollarkurs und das geringe Vertrauen der Verbraucher verantwortlich. Philips gehe kurzfristig auch weiterhin davon aus, dass sich die konjunkturellen Bedingungen nicht verbessern dürften.

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