Computer Der Apfel ist wieder bißfest

Manche hatten bereits sein Ende vorausgesehen. Doch dank "iMac" ist der Wurm wieder raus, und nach drei schweren Jahren in der Verlustzone hat es der US-Hersteller Apple geschafft, knackige Gewinne zu schreiben.

Cupertino - Im kalifornischen Cupertino wird aufgeatmet. Die dort ansässige Apple Computer Inc. hat den ersten Gewinn seit drei Jahren ausgewiesen. Zu verdanken hat sie das ihrem futuristisch glitzernden Internet-PC "iMac". Seit der neue "iMac" vor vier Wochen präsentiert wurde, hat Apple schon 278.000 der Internet-PCs geliefert. Über 29 Prozent der iMac-Kunden waren Erstkäufer.

Damit erhöhte der US-Hersteller seinen Computerverkauf allein im Schlußquartal (bis 30.9.) um 28 Prozent. Dank des Booms der preisgünstigen Internet-PCs verdiente Apple 1997/98 insgesamt 309 Millionen Dollar (oder rund 500 Millionen Mark). Noch im Vorjahr mußte die Firma mit dem angebissenen Apfel als Logo einen Verlust von einer Milliarde Dollar (rund 1,6 Milliarden Mark) verbuchen. Ausgelöst hat die Trendwende Firmen-Mitgründer und Interims-Konzernchef Steve Jobs. Die Apple-Aktien sind trotz des überraschend guten Geschäftsabschlusses um 1,375 Dollar auf 37,375 Dollar gefallen.

Auch der Apple-Umsatz war von umgerechnet 11,6 Milliarden Mark auf 9,7 Milliarden Mark weiter geschrumpft. Doch zumindest im vierten Quartal hatte sich der Umsatz mit 2,55 Milliarden Mark beinahe gefangen. Außerdem strich Apple im Schlußquartal einen Gewinn von 173 Millionen Mark ein - gegenüber einem Fehlbetrag von 263 Millionen Mark im Vorjahr. "Das war ein großartiger Jahresschluß", sagte Jobs. Er setzt im neuen Jahr vor allem auf Verkäufe in der Vor- und Weihnachtszeit.

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